Termine

jeden Mittwoch - WIEN // Keine Burschenschafter auf der Unirampe!

▶ Wir treffen uns wöchentlich jeden Mittwoch ab 11 Uhr auf der Unirampe, um den Burschibummel zu verhindern!

Ist denn schon wieder Fasching?

… magst du Dich fragen, wenn Du der Gestalten ansichtig wirst, die sich jeden Mittwoch mittags um 12 auf der Rampe der Uni Wien versammeln. Die mit den bunten Kapperln und Bändern mögen mit ihren Gesichtsverstümmelungen und der eigenwilligen Kostümierung zwar spontan eher Mitleid oder Amüsement hervorrufen denn Abscheu – in Wahrheit ist ihr Treiben aber gar nicht zum Lachen.

Wer sind die?

Sogenannte Verbindungsstudenten oder „Korporierte“ (Burschen-, Landsmann-, Sängerschaften, Corpsstudenten, akademische Turner), und zwar von der deutschnational-schlagenden Sorte. In Kurzform: Rechte und rechtsextreme Schmissfressen.

Was denken sie?

Dass für Frauen („iiiieh!“), Schwule („wuäääh!“), Zivildiener („Warmduscher“), Juden (ehschowissn) und alle anderen, die nicht „deutsche Volksgenossen“ reinsten Wassers und „mannhaften Betragens“ sind, kein Platz bei ihnen ist; dass Österreich, Alto Adige/Südtirol, Teile Polens und Tschechiens, Litauens und Russlands noch heute „deutsche Länder“ seien; dass die „deutsche Identität“ dieser Länder gewahrt bzw. wiederhergestellt werden müsse; dass „Ausländer“ die „biologische Substanz“ des „deutschen Volkes“ aushölen; dass die ÖVP ein noch viel zu modernes Frauenbild vertrete; dass Ertragenkönnen der wichtigste Maßstab für Männlichkeit sei; dass sich gegenseitig das Gesicht zerschlitzen den Charakter formt; dass eine gesellschaftliche Elite (sie selbst) wichtig sei; usw.

Was tun sie?

Erstmal: wirklich – viel! – saufen; einander in ritualisierter Form die Wangen (und oft mehr) zersäbeln; sich in strenge Hierarchien einpassen und entlang dieser einander solange demütigen, bis keiner mehr Autorität in Frage stellt; sich gleichzeitig als rebellische „Querdenker“ und „Freiheits-“ Fanatiker inszenieren; immer wieder Neonazis Zuflucht bieten oder gleich selber welche sein; Kriegsverbrechern und Mörder von Juden und Jüdinnen als ihre „Bundesbrüder“, „Alte Herren“ und „gefallenen Helden“ gedenken; exklusive männliche Herrschaft an den Unis in schweißig-bierdunstigem Kreis fortleben lassen; gegen das „zersetzende“ Denken der „68er“, der „Feministinnen“, der „politisch Korrekten“ und „Gesinnungsterroristen“ wettern; sich dabei unendlich leid tun – und sich jeden Mittwoch um 12 hier auf der Unirampe treffen.

Was tun wir?

Ihnen bei jeder Gelegenheit zeigen, dass ihr rechtsextremes bis neonazistisches, frauenfeindliches und antifeministisches, antisemitisches und rassistisches, homophobes und männerbündisches, revanchistisches und revisionistisches Denken und Treiben weder an der Uni noch sonst wo geduldet werden. Neben dem WKR-Ball (seit 2012 Akademikerball) und dem Totengedenken am 8. Mai, wollen wir den Burschis auch noch diesen wöchentlichen öffentlichen Auftritt so richtig vermiesen. Wenn das Rektorat der Uni Wien untätig bleibt und diese Braunen Brüder nicht vom Uni-Gelände vertreibt, müssen wir das als Antifaschist_innen wohl selber tun!

Keine Burschenschafter auf der Unirampe und nirgendwo!

JEDEN MITTWOCH ab 11 auf der UNIRAMPE!


27.12.2014 - KLAGENFURT/CELOVEC // Völkische Verbindungen – Beiträge zum deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich

Volxhaus (Südbahngürtel 24) | 17:00 Uhr

60 Mal fand jährlich Ende Jänner/Anfang Februar der inzwischen auch über die Grenzen Österreichs bekannte Burschenschafter-Ball als Ball des Wiener Korporationsrings (WKR), einem Dachverband deutschnationaler, national-liberaler und extrem rechter wiener Burschenschaften, Corps und Landsmannschaften statt, seit 1987 sogar in den Festsälen der Hofburg, einem dem repräsentativsten Gebäuden Österreichs.
Die Bedeutung dieses Balls ergab sich jedoch nicht nur dadurch, dass deutschnationale Burschenschaften in Österreich wahrlich kein marginalisiertes gesellschaftliches Randphänomen darstellen, sondern vielmehr ein Verbindungsglied zwischen dem parteiförmigen Rechtsextremismus im Parlament in Form der FPÖ (Freiheitliche Partei Österreich) und des organisierten Neonazismus darstellen. Hinzu kam die über einige Jahre andauernde große Präsenz internationaler Größen des Rechtsextremismus, die deutlich machte, dass die Hofburg zu diesem Anlass auch als Vernetzungsort der europäischen Rechten fungierte. So nahmen in den vergangenen Jahren VertreterInnen von Parteien wie dem Vlaams Belang, Front National, Schweizer Volkspartei oder Pro Köln und Pro NRW an dem Ball teil. Zudem galt der Ball als größtes couleurstudentisches Event im deutschsprachigen Raum, das sich laut Eigenangaben mit 2000-3000 BesucherInnen jährlich rühmte.
Trotz bzw. wegen der andauernden Kritik am Ball und seiner Gäste übernahm die Wiener Landesgruppe der FPÖ die Organisation des Balls 2013 und das Event wurde in „Wiener Akademiker-Ball“ umbenannt.

Nach Demonstrationsverboten, nach Platzverweisen und Sperrzonen und nachdem die Proteste 2011 im Rahmen des gegen Massenproteste gerichteten EU-Forschungsprogramms „Godiac“ („Good practice for dialogue and communication as strategic principles for policing political manifestations in Europe”) beobachtet wurden, hätte man eigentlich glauben können, dass die Repression der Polizei nicht mehr zu toppen wäre. Dennoch hat sie 2014 neue Formen angenommen: die gesamte Wiener Innenstadt wurde zur Sperrzone erklärt und in neun Bezirken der Stadt mitten im Winter das Tragen von Hauben und Schals mittels eines Vermummungsverbots untersagt. Ein halbes Jahr saß zudem Josef S. aus Jena in Untersuchungshaft. Ihm wurde auf Basis einer spärlichen Beweislage unter anderem Landfriedensbruch und Rädelsführerschaft im Zuge von Sachbeschädigungen während der Proteste gegen den „Akademikerball“ vorgeworfen. Die Vermutung, dass durch die österreichische Justiz hier ein Exempel gegen das medial und politisch konstruierte Feindbild der (deutschen) „linksextremen Berufsradalierer“ statuiert werden sollte, wurde auch im darauf folgenden Prozess bestätigt.

Im Rahmen einer Präsentation der Neuauflage der Broschüre „Völkische Verbindungen – Beiträge zum deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich“ soll der gesellschaftliche Einfluss von Burschenschaften in Österreich, ihre Geschichte, Brauchtum und psychosoziales Profil nachgezeichnet und die Notwendigkeit, gegen die elitären Männerbünde vorzugehen, aufgezeigt werden. Zudem wird im Vortrag über die bisherigen sowie die geplanten Proteste gegen den „Akademiker-Ball“ 2015 informiert.

http://aantifakoroska.blogsport.de/2014/12/04/nowkr-voelkische-verbindungen-beitraege-zum-deutschnationalen-korporationsunwesen-in-oesterreich/


29.12.2014 - WOLFSBERG // Anteaters against Burschis - Vortrag & Infoabend

Container25, Hattendorf | 20:00 Uhr

Ein paar Tage nach der großen Anteaters Fete am 23.12., geht’s bei uns mit einem inhaltlichen Höhepunkt weiter. Am 29.12. wird es im Container einen Infoabend zu den Themen Völkische Verbindungen, Rechtsextremismus und antifaschistische Proteste geben.

Diese Veranstaltung ist uns insbesondere in Vorbereitung auf den Jänner ein Anliegen, wo in Graz und Wien, jeweils ein sogenannter „Akademikerball“ stattfinden wird. Deshalb soll dieser Abend u.a. dazu beitragen, konkret über diese Bälle zu informieren und für die antifaschistischen Proteste, die gegen diese Bälle stattfinden werden, zu mobilisieren.

Worum geht‘s?

Vortrag zu Völkischen Verbindungen & deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich

60 Mal fand jährlich Ende Jänner/Anfang Februar der inzwischen auch über die Grenzen Österreichs bekannte Burschenschafter-Ball als Ball des Wiener Korporationsrings (WKR), einem Dachverband deutschnationaler, national-liberaler und extrem rechter wiener Burschenschaften, Corps und Landsmannschaften statt, seit 1987 sogar in den Festsälen der Hofburg, einem dem repräsentativsten Gebäuden Österreichs.
Die Bedeutung dieses Balls ergab sich jedoch nicht nur dadurch, dass deutschnationale Burschenschaften in Österreich wahrlich kein marginalisiertes gesellschaftliches Randphänomen darstellen, sondern vielmehr ein Verbindungsglied zwischen dem parteiförmigen Rechtsextremismus im Parlament in Form der FPÖ (Freiheitliche Partei Österreich) und des organisierten Neonazismus darstellen. Hinzu kam die über einige Jahre andauernde große Präsenz internationaler Größen des Rechtsextremismus am Ball. Trotz bzw. wegen der andauernden Kritik am Ball und seiner Gäste übernahm die Wiener Landesgruppe der FPÖ die Organisation des Balls 2013 und das Event wurde in „Wiener Akademiker-Ball“ umbenannt.
Nach Demonstrationsverboten, nach Platzverweisen und Sperrzonen hätte man eigentlich glauben können, dass die Repression der Polizei nicht mehr zu toppen wäre. Dennoch hat sie 2014 neue Formen angenommen: die gesamte Wiener Innenstadt wurde zur Sperrzone erklärt und in neun Bezirken der Stadt mitten im Winter das Tragen von Hauben und Schals mittels eines Vermummungsverbots untersagt. Zudem saß Josef S. aus Jena ein halbes Jahr in Untersuchungshaft, weil ihm Landfriedensbruch und Rädelsführerschaft im Zuge von Sachbeschädigungen während der Proteste gegen den „Akademikerball“ vorgeworfen wurde.

Im Rahmen einer Präsentation der Neuauflage der Broschüre „Völkische Verbindungen – Beiträge zum deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich“ soll an diesem Abend der gesellschaftliche Einfluss von Burschenschaften in Österreich, ihre Geschichte, Brauchtum und psychosoziales Profil nachgezeichnet und die Notwendigkeit, gegen die elitären Männerbünde vorzugehen, aufgezeigt werden. Zudem wird im Vortrag über die bisherigen sowie die geplanten Proteste gegen den „Akademiker-Ball“ 2015 in Wien informiert.
Über den Vortrag hinaus wird es auch aktuelle Informationen zum Akademikerball in Graz sowie zu den geplanten Protesten dagegen geben.

https://www.facebook.com/events/721898077906995


08.01.2015 - HANNOVER // Wien und Wahnsinn – Das Schrecklichste und Grauenhafteste aus 25 Jahren „Extremismus & Demokratie“

UJZ Korn (Kornstraße 28-32) | 20:00 Uhr

Wir laden wieder ein zu einem gemütlichen Abend mit stilvollen Getränken, Propaganda für die Proteste gegen den Akademikerball und einer spannenden, unterhaltenden Lesung. Im Kontext einer erstarkenden europäischen Rechten wollen wir uns der herrschenden Ideologie zur Gleichsetzung von menschenfeindlicher Gewalt und emanzipatorischen Protesten widmen. Unser Referent, ein ausgewiesener Experte der Extremismus-Theorie, wird deshalb aus den Jahrbüchern „Extremismus & Demokratie“ lesen: Seit 1989 geben Uwe Backes und Eckhard Jesse die Jahrbücher „Extremismus & Demokratie“ heraus, die mittlerweile mehr als 10.000 Buchseiten umfassen. Auf den ersten Blick wecken die Jahrbücher den Verdacht alle Vorbehalte gegen die Extremismus-„Theorie“, zu bestätigen. Auf den zweiten Blick verfestigt sich dieser Eindruck, auf den dritten wird er zur Gewissheit. Die Bestätigung geschieht teils überraschend ungeschminkt, manchmal versteckt, stellenweise durchaus humorvoll – doch trotzdem ist die Lektüre vor allem eins: schrecklich und grauenhaft.

Eine Veranstaltungsreihe von Fast Forward Hannover in Zusammenarbeit mit der Sachbearbeiterstelle Antikapitalismus des AStA der Uni Hannover.

http://www.fastforwardhannover.net/event/wien-und-wahnsinn-das-schrecklichste-und-grauenhafteste-aus-25-jahren-extremismus-demokratie/


09.01.2015 - WIEN // 'Wir tanzen nicht, wir eskalieren!' NOWKR-Mobiparty

EKH (Wielandgasse 2-4) | 21:00 Uhr

Mit großer Freude möchten wir euch zur großen NOWKR-Mobiparty am Freitag, den 9. Jänner einladen:
Zu den Klängen und Bässen diverser Acts möchten wir im EKH eskalieren!

Die Party soll den Auftakt zum Endspurt gegen den 3. Wiener Akademikerball bieten.

Wie immer gibt es alle möglichen Infomaterialien sowie eine Cocktailbar.

Eskalationskonsens

❱ „Wir tanzen nicht, wir eskalieren“ versteht sich als Aktionsbündnis gegen bürgerliche Langeweile und die Tristess des Alltags.

❱ Dafür setzen wir auf unterschiedliche Tanzformen. Wenn es uns politisch richtig/wichtig erscheint, rufen wir zum breiten Konsum von Rauschmitteln, bunten Pillen und anderen kreativen Substanzen auf. Dafür setzen wir unsere Körper als Mittel des zivilen Ungehorsams ein, von uns wird dabei die komplette Eskalation ausgehen.

❱ Die Party soll für alle transparent und offen sein. Verschiedene Bezugsgruppen sollten sich gezielt auf die Party praktisch und rechtlich vorbereiten. Das kann in Form von Vortrinken im kleineren Rahmen oder bei einem öffentlichem Umtrunk geschehen.

❱ Wir erklären uns solidarisch mit allen, die gemeinsam mit uns gegen Nazis auf die Tanzfläche gehen. Es versteht sich von selbst, dass dabei rassistisches, sexistisches, antisemitisches, homophobes oder anderes übergriffiges Verhalten keinen Platz hat und nicht geduldet wird.

❱ Wir rufen alle Organisationen, Parteien, Initiativen und Aktivist_innen, die sich als antifaschistisch verstehen, dazu auf, sich an unserer Party zu beteiligen, den Burschis im Jänner die Tanzfläche der Hofburg streitig zu machen und ihnen dabei das linke Tanzbein zu stellen!

Alerta dance!

Acts: t.b.a.

https://www.facebook.com/events/1385951855033637


15.01.2015 - WIEN // Veranstaltungsreihe (autonome antifa w) - Offensiv, autonom, militant – wie die Antifa entstand

NIG HS III | 19:00 Uhr

Vortrag und Diskussion mit Bernd Langer

„Schwerste Krawalle in Frankfurt“ titelten die Medien nach dem 17. Juni 1978. Militante hatte aus einer Antifa-Demonstration heraus Polizeiabsperrungen vor dem Rathaus angegriffen, um das NPD-„Deutschlandtreffen“ zu verhindern. 1979 und 1980 folgten die „Rock gegen Rechts“-Konzerte mit mehr als 40 000 Menschen. Die NPD gab ihr Treffen danach auf. In der BRD entstand zu dieser Zeit eine neue antifaschistische Bewegung. Eine führende Rolle spielten bald Autonome, von denen einige versuchten, den Widerstand zu koordinieren. Sie propagierten einen Antifaschismus, den sie als Kampf gegen das „imperialistische System“ verstanden. Legendäre Straßenschlachten wie am 1.10.1983 in Fallingbostel oder die Unruhen nach dem Tod von Günter Sare am 28.9.1985 in Frankfurt am Main, Kommando-Militanz und Bündnisaktionen gehörten zu den Konzepten, die schließlich in der heutigen Antifa-Bewegung mündeten.

Eine detaillierte Beschreibung dieser Entwicklung und eine Analyse der Ansätze von damals bis heute.

Facebook: https://www.facebook.com/events/1500824240191354/


17.01.2015 - BRATISLAVA // BERMUDA TRIANGLE FEST

U Očka, Karpatská 3 | 18:00

(Czech-Slovak-Austrian DIY hc/punk conspiracy)

“Punk, you know, that’s not about those bands, it’s not about those records, the image… it’s about us visiting each other!” (Strapaty)

Three biggest towns in the region. But the communication mysteriously seems to be failing. At least when it comes to DIY hc/punk. Three shows, each time per three bands from the remaining two towns. Fucking arithmetics. Beneficial for the Czech Anarchist Black Cross (www.anarchistblackcross.cz). Pack your sleeping bag and visit your neighbours!

- common vegan dinner – bring something too!
– info-speech about antifascist protests against the WKR ball in Vienna (www.nowkr.at)
– exhibition of Bratislava hc/punk gig posters

DETERMINATION (Wien), MACGYVER (Brno), INDOCTRINATE (Wien), BRÜNNER TODESMARSCH (Brno), ABSORBER (Wien), KULLERVO (Brno)

http://anarchistblackcross.cz/?p=1797


22.01.2015 - WIEN // Veranstaltungsreihe (autonome antifa w) - Recht, Gewalt und Krise - Zur Kritik der Politik

NIG HS III | 20:00 Uhr

Vortrag und Diskussion mit Alex Gruber

Laut Adorno ist das Recht das “Urphänomen rationaler Irrationalität”. Der junge Hegel schrieb, dass der Staat “freie Menschen als mechanisches Räderwerk” behandeln muss und deshalb aufhören soll zu existieren. Solche Staatskritik scheint heutzutage undenkbar: Auch wenn die Mäkelei über den bürgerfernen und abgehobenen Staat zum Repertoire der Wutbürger jeglicher Couleur gehört, so stellt diese doch zugleich stets das Einklagen von eigentlicher oder wahrer Staatlichkeit dar. Spätestens seit der Krise von 2008 hat der Staat ein Comeback erlebt, in dem schon einmal ein Josef Ackermann der Verstaatlichung von Banken etwas abgewinnen konnte. Auch regionalistische Bestrebungen wie etwa jene der Katalanen, die sich von der Schaffung eines “eigenen” Staates den Schlüssel zur Lösung der Krise erhoffen, wären in diesem Zusammenhang zu nennen. Gleichzeitig ist ein immer stärker werdendes Ressentiment gegen rechtsstaatliche Vermittlungen zu konstatieren und repräsentative Demokratie gilt zusehends als Instrument derer “da oben”, die sich gegen den “kleinen Mann” verschworen hätten. Die rechtliche sowie institutionelle Einhegung der souveränen Gewalt scheint zusehends als Hemmschuh zu gelten für die erstrebte Identität von Volk und Staat – wie sich etwa in der Renaissance des Begriffs des Politischen zeigt, der auf Carl Schmitt zurückgehend die Vermittlungen kassieren und dem allgemeinen Willen unmittelbar zum Ausdruck verhelfen möchte: über die Feindbestimmung. Was dieser allgemeine Wille ist, wie er sich im Recht vermittelt und was die Abschaffung der – nicht nur rechtlichen – Vermittlungen bedeutet, darum soll es in diesem Vortrag gehen.

Facebook: https://www.facebook.com/events/1561629060737658/


24.01.2015 - BRNO // BERMUDA TRIANGLE FEST

Yacht, Kolejní 6 | 18:00

(Czech-Slovak-Austrian DIY hc/punk conspiracy)

“Punk, you know, that’s not about those bands, it’s not about those records, the image… it’s about us visiting each other!” (Strapaty)

– common vegan dinner – bring something too!
– info-speech about antifascist protests against the WKR ball in Vienna (www.nowkr.at)
– info-speech from the Czech Antifascist Action (www.antifa.cz)
– info-speech from Justýna advisory centre (www.in-ius.cz)

Show start: 20.00
*BETON (Bratislava), DETERMINATION (Wien), ADACTA (Bratislava), INDOCTRINATE (Wien), LUTRA (Bratislava), ABSORBER (Wien)*

 

http://anarchistblackcross.cz/?p=1797


29.01.2015 - WIEN // Veranstaltungsreihe (autonome antifa w) - Blockade oder Barrikade? – Über Sinn und Unsinn linker Militanz

NIG HS III | 19:00 Uhr

Podiumsdiskussion mit Thomas Ebermann, Katharina König, Jörn Schulz, Thomas Seibert, Jutta Ditfurth und Robert Foltin.

Die Diskussion über linke Militanz scheint innerhalb der Linken geprägt durch zwei sich gegenüberstehende Seiten, die beiderseits überladen und fetischisiert sind. Die eine Seite behauptet sinngemäß „Gäbe es keine Militanz, sei es keine revolutionäre Aktion“ und weist Militanz geradezu als revolutionsträchtigen Spezialfall des Aktivismus aus. Auf der anderen Seite sei Militanz „bloße Gewalt“ und es wird kolportiert, dass “wenn es Gewalt gäbe, wäre das unpolitischer anarchistischer Individualterrorismus.”

Selten stößt man auf Beiträge zur Militanzdebatte, welche versuchen aus diesen beiden polarisierten Standpunkten auszubrechen. Meistens wird gar nicht mehr um das politische Element im Militanzbegriff gestritten. Ließt man das linke Genre der Bekenner_innen-Schreiben, welches stilprägend für Beiträge aus Zeitschriften wie der Interim, radikal oder der Indymedia-Kommentarspalte ist, drängt sich der Verdacht auf, das Politische sei völlig abhanden gekommen oder es muss erst im Nachhinein die Verbindung zu linksradikaler Politik rekonstruiert werden.

Militanz als linksradikale politische Aktionsform ist aber nicht nur eine Frage von taktisch-strategischen Überlegungen und von Kräfteverhältnissen, sondern bedarf vor allem einer kritisch-reflektierten, theoretischen Begründung. Hierbei kann es nicht darum gehen Militanz per se als „richtig“ oder „falsch“ hinzustellen. Ein solches, meist moralisches, Werturteil wäre ja selbst unpolitisch. Vielmehr geht es um die Frage, welche Rolle Militanz als Konzept und linksradikale Aktionsform innerhalb sozialer Bewegungen hat und wie und warum sich das Ganze im staatsidealistischen, bürgerlichen Bewusstsein niederschlägt. Kurzum: es geht um die Frage nach Emanzipation und Subversion, nach „angemessenen“ Aktionsformen und den Maßstab linksradikaler Politik.

Blockade oder Barrikade? – Über Sinn und Unsinn linker Militanz. Diese Frage wollen wir am Vorabend der Proteste gegen den Wiener Akademikerball zur Diskussion stellen.

Facebook: https://www.facebook.com/events/751747171527503/


30.01.2015 - WIEN // Den Wiener Akademikerball unmöglich machen!

Karlsplatz | 17:00 Uhr

Der Kurzaufruf und alle weiteren Infos folgen in Kürze!


31.01.2015 - WIEN // BERMUDA TRIANGLE FEST

EKH, Wielandgasse 2-4 | 19:30 Uhr

“Punk, you know, that’s not about those bands, it’s not about those records, the image… it’s about us visiting each other!” (Strapaty)

Three biggest towns in the region. But the communication mysteriously seems to be failing. At least when it comes to DIY hc/punk. Three shows, each time per three bands from the remaining two towns. Fucking arithmetics. Beneficial for the Czech Anarchist Black Cross (www.anarchistblackcross.cz). Pack your sleeping bag and visit your neighbours!

– screening of “161>88″ – documentary about Antifascist Action in Czech

Show start: 21.30
*MACGYVER (Brno), BETON (Bratislava), BRÜNNER TODESMARSCH (Brno), ADACTA (Bratislava), KULLERVO (Brno), LUTRA (Bratislava)*

Afterparty: DJ paAos (punk rock + 50’s-90’s trash)*_

http://anarchistblackcross.cz/?p=1797



 

Vergangene Termine

27.11.2014 - WIEN // Veranstaltungsreihe (autonome antifa w) - Völkische Verbindungen – Beiträge zum deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich.

NIG HS III | 19:00 Uhr

Broschürenpräsentation und Mobilisierung gegen den „Akademiker-Ball“ 2015

60 Mal fand jährlich Ende Jänner/Anfang Februar der inzwischen auch über die Grenzen Österreichs bekannte Burschenschafter-Ball als Ball des Wiener Korporationsrings (WKR), einem Dachverband deutschnationaler, national-liberaler und extrem rechter wiener Burschenschaften, Corps und Landsmannschaften statt, seit 1987 sogar in den Festsälen der Hofburg, einem dem repräsentativsten Gebäuden Österreichs. Die Bedeutung dieses Balls ergab sich jedoch nicht nur dadurch, dass deutschnationale Burschenschaften in Österreich wahrlich kein marginalisiertes gesellschaftliches Randphänomen darstellen, sondern vielmehr ein Verbindungsglied zwischen dem parteiförmigen Rechtsextremismus im Parlament in Form der FPÖ (Freiheitliche Partei Österreich) und des organisierten Neonazismus darstellen. Hinzu kam die über einige Jahre andauernde große Präsenz internationaler Größen des Rechtsextremismus, die deutlich machte, dass die Hofburg zu diesem Anlass auch als Vernetzungsort der europäischen Rechten fungierte. So nahmen in den vergangenen Jahren VertreterInnen von Parteien wie dem Vlaams Belang, Front National, Schweizer Volkspartei oder Pro Köln und Pro NRW an dem Ball teil. Zudem galt der Ball als größtes couleurstudentisches Event im deutschsprachigen Raum, das sich laut Eigenangaben mit 2000-3000 BesucherInnen jährlich rühmte. Trotz bzw. wegen der andauernden Kritik am Ball und seiner Gäste übernahm die Wiener Landesgruppe der FPÖ die Organisation des Balls 2013 und das Event wurde in „Wiener Akademiker-Ball“ umbenannt.

Nach Demonstrationsverboten, nach Platzverweisen und Sperrzonen und nachdem die Proteste 2011 im Rahmen des gegen Massenproteste gerichteten EU-Forschungsprogramms „Godiac“ („Good practice for dialogue and communication as strategic principles for policing political manifestations in Europe”) beobachtet wurden, hätte man eigentlich glauben können, dass die Repression der Polizei nicht mehr zu toppen wäre. Dennoch hat sie 2014 neue Formen angenommen: die gesamte Wiener Innenstadt wurde zur Sperrzone erklärt und in neun Bezirken der Stadt mitten im Winter das Tragen von Hauben und Schals mittels eines Vermummungsverbots untersagt. Ein halbes Jahr saß zudem Josef S. aus Jena in Untersuchungshaft. Ihm wurde auf Basis einer spärlichen Beweislage unter anderem Landfriedensbruch und Rädelsführerschaft im Zuge von Sachbeschädigungen während der Proteste gegen den „Akademikerball“ vorgeworfen. Die Vermutung, dass durch die österreichische Justiz hier ein Exempel gegen das medial und politisch konstruierte Feindbild der (deutschen) „linksextremen Berufsradalierer“ statuiert werden sollte, wurde auch im darauf folgenden Prozess bestätigt.

Im Rahmen einer Präsentation der Neuauflage der Broschüre „Völkische Verbindungen – Beiträge zum deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich“ soll der gesellschaftliche Einfluss von Burschenschaften in Österreich, ihre Geschichte, Brauchtum und psychosoziales Profil nachgezeichnet und die Notwendigkeit, gegen die elitären Männerbünde vorzugehen, aufgezeigt werden. Zudem wird im Vortrag über die bisherigen sowie die geplanten Proteste gegen den „Akademiker-Ball“ 2015 informiert.

Facebook: https://www.facebook.com/events/1510381102567615/

Audiomitschnitt:


29.11.2014 - WIEN // Den WKR-Kommers im Rathaus unmöglich machen!

Am 29. November soll im Wiener Rathauskeller ab 20 Uhr der Kommers des Wiener Korporationsrings (WKR) stattfinden. Er stellt eine festliche Veranstaltung dar, auf der – wie in jeglichem burschenschaftlichen Zeremoniell – das rechte Wort zur rechten Zeit und kühles Blondes gleichermaßen im Vordergrund stehen. Die 20 Korporationen des WKR, die sich politisch in einem Spektrum zwischen national-freiheitlich, deutschnational bis offen rechtsextrem und neonazistisch bewegen, veranstalten auch jedes Jahr den Wiener Akademikerball, gegen den auch 2015 massive Proteste und Blockaden angekündigt sind.

Die Rot-Grüne Stadtregierung fällt hier durch ihrer Doppelbödigkeit auf: Während der Wiener Gemeinderat noch dieses Jahr eine Resolution verabschiedet hat, in der sich gegen das Vernetzungstreffen von der extremen Rechten in der Wiener Hofburg ausgesprochen wurde, scheint dieselbe Stadtregierung ungewollt zu sein, in ihren eigenen Räumlichkeiten diesen Beschluss zu fassen und durchzusetzen.

2004 widmete der WKR die Veranstaltung zum „Konrad-Lorenz-Kommers“ um, anlässlich dessen sich der antisemitische Professor Bernd Rabehl, Holocaustleugner Rolf Kosiek und Otto „Ich war immer schon rechts, auch in der NSDAP“ Scrinzi am Podium versammelten. Sowohl die Uni Wien als auch ein Hotel sahen sich veranlasst, der Veranstaltung keinen Raum zu bieten. Der Kommers musste in ruralere Umgebung (Altlengbach) umziehen. Das diesjährige Rahmenprogramm für den Festkommers stellt eine „Festakademie“ dar, zu dem die Burschenschaft Teutonia als Vorsitzende des WKR in das Schulvereinshaus in der Fuhrmannsgasse einlädt. Thema ist „100 Jahre erster Weltkrieg“ und dazu referieren der Jus-Professor Christian Neschwara von der Burschenschaft Gothia und Gerald Brettner-Messler, Burschenschafter von der Nibelungia zu Wien und FPÖ-Bezirksrat in Wien Neubau.

Deutschnationale Burschenschafter stehen in Österreich und Deutschland für völkischen Nationalismus, NS-Verherrlichung und Holocaust-Leugnung. Ihre Deutschtümelei stellen sie in Wien immer wieder zur Schau. Neben dem alljährlichen WKR-Ball, dem diesjährigen Kommers auch wöchentlich auf der Unirampe.

Wir werden den Schmissgermanen keinen ruhigen Abend bereiten und ihren Festkommers gehörig vermiesen! Antisemitischen, rassistischen Männerbünden keinen Millimeter! Im Rathauskeller, auf der Unirampe wie auch im Jänner auf der Tanzfläche der Hofburg!

▼ DEN WKR-KOMMERS UNMÖGLICH MACHEN

ANTIFA-DEMO:
▼ 29. November 2014
▼ 17:30 Uhr | Fuhrmannsgasse/Florianigasse
NOWKR


02.12.2014 - WIEN // AntifaCafé - Nachbesprechung Kommers - Ausblick NOWKR'15

Das Bäckerei (Tannengasse 1) | 19:00 Uhr

In gemütlichem Rahmen möchten wir die Eindrücke und Einschätzungen zum WKR-Kommers, der diesen Samstag stattfindet, nachbesprechen. Außerdem werden wir unsere Kampagne zum 3. Wiener Akademikerball vorstellen und diskutierenDas Ganze soll informell und im gemeinsamen Gespräch stattfinden. Wir freuen uns deshalb auch über Kritik und Einschätzungen!
Dazu gibt es, wie immer, köstliches Essen und Getränke.
Das AntifaCafé findet jeden ersten und dritten Dienstag des Monats in den Räumen von das Bäckerei statt. In der Regel wird es mit Vorträgen, Mobi- und Diskussionsveranstaltungen bespielt, außerdem gibt es Film- und Buchvorstellungen, aber auch einfach nur verrauchte Gemütlichkeit. Es soll Raum geschaffen werden sich zu informieren, sich auszutauschen und zu vernetzen.

Es versteht sich von selbst, dass es im Café keinen Platz für Sexismus, Rassismus, Antisemitismus, Nazis, Homophobie und andere Widerwärtigkeiten gibt! Für eine starke, antifaschistische Linke!

https://www.facebook.com/events/912683288743677/


02.12.2014 - HAMBURG // Völkische Verbindungen – Beiträge zum deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich

Von-Melle-Park 5 (WiWi-Bunker) Hörsaal A  | 18:30 Uhr

Bereits zum 60. Mal jährte sich 2014 die Veranstaltung des Balls des Wiener Korporationsrings, einem Dachverband deutschnationaler, national-liberaler und extrem rechter wiener Burschenschaften, Corps und Landsmannschaften. Die Bedeutung dieses Balls ergab sich jedoch nicht nur dadurch, dass deutschnationale Burschenschaften in Österreich wahrlich kein marginalisiertes gesellschaftliches Randphänomen, sondern vielmehr ein Verbindungsglied zwischen dem parteiförmigen Rechtsextremismus im Parlament in Form der FPÖ und des organisierten Neonazismus darstellen. Hinzu kam die über einige Jahre andauernde große Präsenz internationaler Größen des Rechtsextremismus, die deutlich machte, dass der Ball auch als Vernetzungsort der europäischen Rechten fungierte. So nahmen in den vergangenen Jahren VertreterInnen von Parteien wie dem Front National oder Pro NRW teil. Die Repressionen der Polizei gegen die Proteste, insbesondere die Inhaftierung von Josef S. aus Jena, haben in diesem Jahre eine neue Dimension erreicht.
Im Rahmen einer Präsentation der Neuauflage der Broschüre „Völkische Verbindungen“ soll der gesellschaftliche Einfluss von Burschenschaften in Österreich, ihre Geschichte, Brauchtum und psychosoziales Profil nachgezeichnet und die Notwendigkeit gegen die elitären Männerbünde vorzugehen aufgezeigt werden. Zudem wird im Vortrag über die bisherigen sowie die geplanten Proteste gegen den „Akademiker-Ball“ 2015 informiert.

http://uniantifa.blogsport.de/2014/11/10/02-12-14-voelkische-verbindungen-beitraege-zum-deutschnationalen-korporationsunwesen-in-oesterreich/


03.12.2014 - HANNOVER // Völkische Verbindungen – Beiträge zum deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich

Uni Hannover (Raum V111, Schneiderberg 50)  | 19:00 Uhr

Borschürenpräsentation und Mobilisierung gegen den „Akademiker-Ball“ 2015 in Wien.

60 Mal fand jährlich Ende Jänner/Anfang Februar der inzwischen auch über die Grenzen Österreichs bekannte Burschenschafter-Ball als Ball des Wiener Korporationsrings (WKR), einem Dachverband deutschnationaler, national-liberaler und extrem rechter wiener Burschenschaften, Corps und Landsmannschaften statt.
Die Bedeutung dieses Balls ergab sich jedoch nicht nur dadurch, dass deutschnationale Burschenschaften in Österreich wahrlich kein marginalisiertes gesellschaftliches Randphänomen darstellen, sondern vielmehr ein Verbindungsglied zwischen dem parteiförmigen Rechtsextremismus im Parlament in Form der FPÖ (Freiheitliche Partei Österreich) und des organisierten Neonazismus darstellen. Hinzu kam die über einige Jahre andauernde große Präsenz internationaler Größen des Rechtsextremismus, die deutlich machte, dass die Hofburg zu diesem Anlass auch als Vernetzungsort der europäischen Rechten fungierte. Zudem galt der Ball als größtes couleurstudentisches Event im deutschsprachigen Raum, das sich laut Eigenangaben mit 2000-3000 BesucherInnen jährlich rühmte.
Trotz bzw. wegen der andauernden Kritik am Ball und seiner Gäste übernahm die Wiener Landesgruppe der FPÖ die Organisation des Balls 2013 und das Event wurde in „Wiener Akademiker-Ball“ umbenannt.

Nach Demonstrationsverboten, nach Platzverweisen und Sperrzonen und nachdem die Proteste 2011 im Rahmen des gegen Massenproteste gerichteten EU-Forschungsprogramms „Godiac“ („Good practice for dialogue and communication as strategic principles for policing political manifestations in Europe”) beobachtet wurden, hätte man eigentlich glauben können, dass die Repression der Polizei nicht mehr zu toppen wäre. Dennoch hat sie 2014 neue Formen angenommen: die gesamte Wiener Innenstadt wurde zur Sperrzone erklärt und in neun Bezirken der Stadt mitten im Winter das Tragen von Hauben und Schals mittels eines Vermummungsverbots untersagt. Ein halbes Jahr saß zudem Josef S. aus Jena in Untersuchungshaft. Ihm wurde auf Basis einer spärlichen Beweislage unter anderem Landfriedensbruch und Rädelsführerschaft im Zuge von Sachbeschädigungen während der Proteste gegen den „Akademikerball“ vorgeworfen. Die Vermutung, dass durch die österreichische Justiz hier ein Exempel gegen das medial und politisch konstruierte Feindbild der (deutschen) „linksextremen Berufsradalierer“ statuiert werden sollte, wurde auch im darauf folgenden Prozess bestätigt.

Im Rahmen einer Präsentation der Neuauflage der Broschüre „Völkische Verbindungen – Beiträge zum deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich“ soll der gesellschaftliche Einfluss von Burschenschaften in Österreich, ihre Geschichte, Brauchtum und psychosoziales Profil nachgezeichnet und die Notwendigkeit gegen die elitären Männerbünde vorzugehen aufgezeigt werden. Zudem wird im Vortrag über die bisherigen sowie die geplanten Proteste gegen den „Akademiker-Ball“ 2015 informiert.

Eine Veranstaltungsreihe von Fast Forward Hannover in Zusammenarbeit mit der Sachbearbeiterstelle Antikapitalismus des AStA der Uni Hannover.

http://www.fastforwardhannover.net/event/voelkische-verbindungen-beitraege-zum-deutschnationalen-korporationsunwesen-in-oesterreich/


04.12.2014 - BREMEN // Völkische Verbindungen – Beiträge zum deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich

Infoladen Bremen | 21:00 Uhr

Borschürenpräsentation und Mobilisierung gegen den „Akademiker-Ball“ 2015 in Wien.

60 Mal fand jährlich Ende Jänner/Anfang Februar der inzwischen auch über die Grenzen Österreichs bekannte Burschenschafter-Ball als Ball des Wiener Korporationsrings (WKR), einem Dachverband deutschnationaler, national-liberaler und extrem rechter wiener Burschenschaften, Corps und Landsmannschaften statt, seit 1987 sogar in den Festsälen der Hofburg, einem dem repräsentativsten Gebäuden Österreichs.
Die Bedeutung dieses Balls ergab sich jedoch nicht nur dadurch, dass deutschnationale Burschenschaften in Österreich wahrlich kein marginalisiertes gesellschaftliches Randphänomen darstellen, sondern vielmehr ein Verbindungsglied zwischen dem parteiförmigen Rechtsextremismus im Parlament in Form der FPÖ (Freiheitliche Partei Österreich) und des organisierten Neonazismus darstellen. Hinzu kam die über einige Jahre andauernde große Präsenz internationaler Größen des Rechtsextremismus, die deutlich machte, dass die Hofburg zu diesem Anlass auch als Vernetzungsort der europäischen Rechten fungierte. So nahmen in den vergangenen Jahren VertreterInnen von Parteien wie dem Vlaams Belang, Front National, Schweizer Volkspartei oder Pro Köln und Pro NRW an dem Ball teil. Zudem galt der Ball als größtes couleurstudentisches Event im deutschsprachigen Raum, das sich laut Eigenangaben mit 2000-3000 BesucherInnen jährlich rühmte.
Trotz bzw. wegen der andauernden Kritik am Ball und seiner Gäste übernahm die Wiener Landesgruppe der FPÖ die Organisation des Balls 2013 und das Event wurde in „Wiener Akademiker-Ball“ umbenannt.

Nach Demonstrationsverboten, nach Platzverweisen und Sperrzonen und nachdem die Proteste 2011 im Rahmen des gegen Massenproteste gerichteten EU-Forschungsprogramms „Godiac“ („Good practice for dialogue and communication as strategic principles for policing political manifestations in Europe”) beobachtet wurden, hätte man eigentlich glauben können, dass die Repression der Polizei nicht mehr zu toppen wäre. Dennoch hat sie 2014 neue Formen angenommen: die gesamte Wiener Innenstadt wurde zur Sperrzone erklärt und in neun Bezirken der Stadt mitten im Winter das Tragen von Hauben und Schals mittels eines Vermummungsverbots untersagt. Ein halbes Jahr saß zudem Josef S. aus Jena in Untersuchungshaft. Ihm wurde auf Basis einer spärlichen Beweislage unter anderem Landfriedensbruch und Rädelsführerschaft im Zuge von Sachbeschädigungen während der Proteste gegen den „Akademikerball“ vorgeworfen. Die Vermutung, dass durch die österreichische Justiz hier ein Exempel gegen das medial und politisch konstruierte Feindbild der (deutschen) „linksextremen Berufsradalierer“ statuiert werden sollte, wurde auch im darauf folgenden Prozess bestätigt.

Im Rahmen einer Präsentation der Neuauflage der Broschüre „Völkische Verbindungen – Beiträge zum deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich“ soll der gesellschaftliche Einfluss von Burschenschaften in Österreich, ihre Geschichte, Brauchtum und psychosoziales Profil nachgezeichnet und die Notwendigkeit gegen die elitären Männerbünde vorzugehen aufgezeigt werden. Zudem wird im Vortrag über die bisherigen sowie die geplanten Proteste gegen den „Akademiker-Ball“ 2015 informiert.

Veranstaltung am 4. Dezember 2014 um 19 Uhr im Infoladen Bremen

(St.Pauli Straße 10-12, 28203 Bremen)

http://basisgruppe-antifa.org/wp/2014/11/16/4-dezember-infoladen-voelkische-verbindungen-beitraege-zum-deutschnationalen-korporationsunwesen-in-oesterreich/


07.12.2014 - MARBURG // Völkische Verbindungen – Beiträge zum deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich

Havanna Acht  | 20:00 Uhr

Im Rahmen einer Präsentation der Neuauflage der Broschüre „Völkische Verbindungen – Beiträge zum deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich“ soll der gesellschaftliche Einfluss von Burschenschaften in Österreich, ihre Geschichte, Brauchtum und psychosoziales Profil nachgezeichnet und die Notwendigkeit gegen die elitären Männerbünde vorzugehen aufgezeigt werden. Zudem wird im Vortrag über die bisherigen sowie die geplanten Proteste gegen den „Akademiker-Ball“ 2015 informiert.

http://lisa2.blogsport.de/2014/11/27/voelkische-verbindungen-beitraege-zum-deutschnationalen-korporationsunwesen-in-oesterreich/


08.12.2014 - LEIPZIG // Völkische Verbindungen – Beiträge zum deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich

Universität Leipzig (HSG HS 16)  | 19:00 Uhr

Borschürenpräsentation und Mobilisierung gegen den „Akademiker-Ball“ 2015 in Wien.

60 Mal fand jährlich Ende Jänner/Anfang Februar der inzwischen auch über die Grenzen Österreichs bekannte Burschenschafter-Ball als Ball des Wiener Korporationsrings (WKR), einem Dachverband deutschnationaler, national-liberaler und extrem rechter wiener Burschenschaften, Corps und Landsmannschaften statt.
Die Bedeutung dieses Balls ergab sich jedoch nicht nur dadurch, dass deutschnationale Burschenschaften in Österreich wahrlich kein marginalisiertes gesellschaftliches Randphänomen darstellen, sondern vielmehr ein Verbindungsglied zwischen dem parteiförmigen Rechtsextremismus im Parlament in Form der FPÖ (Freiheitliche Partei Österreich) und des organisierten Neonazismus darstellen. Hinzu kam die über einige Jahre andauernde große Präsenz internationaler Größen des Rechtsextremismus, die deutlich machte, dass die Hofburg zu diesem Anlass auch als Vernetzungsort der europäischen Rechten fungierte. Zudem galt der Ball als größtes couleurstudentisches Event im deutschsprachigen Raum, das sich laut Eigenangaben mit 2000-3000 BesucherInnen jährlich rühmte.
Trotz bzw. wegen der andauernden Kritik am Ball und seiner Gäste übernahm die Wiener Landesgruppe der FPÖ die Organisation des Balls 2013 und das Event wurde in „Wiener Akademiker-Ball“ umbenannt.

Nach Demonstrationsverboten, nach Platzverweisen und Sperrzonen und nachdem die Proteste 2011 im Rahmen des gegen Massenproteste gerichteten EU-Forschungsprogramms „Godiac“ („Good practice for dialogue and communication as strategic principles for policing political manifestations in Europe”) beobachtet wurden, hätte man eigentlich glauben können, dass die Repression der Polizei nicht mehr zu toppen wäre. Dennoch hat sie 2014 neue Formen angenommen: die gesamte Wiener Innenstadt wurde zur Sperrzone erklärt und in neun Bezirken der Stadt mitten im Winter das Tragen von Hauben und Schals mittels eines Vermummungsverbots untersagt. Ein halbes Jahr saß zudem Josef S. aus Jena in Untersuchungshaft. Ihm wurde auf Basis einer spärlichen Beweislage unter anderem Landfriedensbruch und Rädelsführerschaft im Zuge von Sachbeschädigungen während der Proteste gegen den „Akademikerball“ vorgeworfen. Die Vermutung, dass durch die österreichische Justiz hier ein Exempel gegen das medial und politisch konstruierte Feindbild der (deutschen) „linksextremen Berufsradalierer“ statuiert werden sollte, wurde auch im darauf folgenden Prozess bestätigt.

Im Rahmen einer Präsentation der Neuauflage der Broschüre „Völkische Verbindungen – Beiträge zum deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich“ soll der gesellschaftliche Einfluss von Burschenschaften in Österreich, ihre Geschichte, Brauchtum und psychosoziales Profil nachgezeichnet und die Notwendigkeit gegen die elitären Männerbünde vorzugehen aufgezeigt werden. Zudem wird im Vortrag über die bisherigen sowie die geplanten Proteste gegen den „Akademiker-Ball“ 2015 informiert.

https://www.facebook.com/events/714960515253315/


08.12.2014 - HANNOVER // Rassismus und die Krise in Europa

Faust Warenannahme (Zur Bettfedernfabrik 3) | 20:00 Uhr

In Zeiten der in Europa grassierenden Krise wird einmal mehr deutlich, dass Nationalismus, Rassismus und Kapitalismus nicht zu trennen sind. Vielfach thematisiert wurde das am Beispiel Griechenlands, wo die extreme Rechte im Zuge der Krise klar im Aufwind ist. Europaweit dürfte das rechte Spektrum insgesamt aus der aktuellen Finanzkrise gestärkt hervorgehen. Und auch in Deutschland schickt sich mit der AfD eine rechte Wahlalternative an, sich in der Parteienlandschaft zu etablieren. Nicht zuletzt aktuelle Debatten um die sogenannte »Armutsmigration« zeigen allerdings, dass Nationalismus, Rassismus und Ausgrenzung nicht auf die Rechte zu beschränken ist, sondern wesentlich in weiten Teilen der »Mitte« verankert sind. Im Vortrag geht anhand einer Analyse des deutschen Krisendiskurses um den Zusammenhang von Kapitalismus, Nationalismus, Rassismus und Krise.

Sebastian Friedrich (Berlin/Duisburg) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung (DISS), aktiv bei der Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt und Redakteur bei kritisch-lesen.de. Er promoviert zum medialen Diskurs über Arbeitslosigkeit Arbeitslose in der BRD an der Universität Duisburg-Essen und lehrt an der Evangelischen Hochschule Berlin.

Eine Veranstaltungsreihe von Fast Forward Hannover in Zusammenarbeit mit der Sachbearbeiterstelle Antikapitalismus des AStA der Uni Hannover.

http://www.fastforwardhannover.net/event/rassismus-und-die-krise-in-europa/


09.12.2014 - FRANKFURT // Völkische Verbindungen – Beiträge zum deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich

Café Exzess – Leipziger Straße 91  | 20:30 Uhr

Borschürenpräsentation und Mobilisierung gegen den „Akademiker-Ball“ 2015 in Wien.

60 Mal fand jährlich Ende Jänner/Anfang Februar der inzwischen auch über die Grenzen Österreichs bekannte Burschenschafter-Ball als Ball des Wiener Korporationsrings (WKR), einem Dachverband deutschnationaler, national-liberaler und extrem rechter wiener Burschenschaften, Corps und Landsmannschaften statt.
Die Bedeutung dieses Balls ergab sich jedoch nicht nur dadurch, dass deutschnationale Burschenschaften in Österreich wahrlich kein marginalisiertes gesellschaftliches Randphänomen darstellen, sondern vielmehr ein Verbindungsglied zwischen dem parteiförmigen Rechtsextremismus im Parlament in Form der FPÖ (Freiheitliche Partei Österreich) und des organisierten Neonazismus darstellen. Hinzu kam die über einige Jahre andauernde große Präsenz internationaler Größen des Rechtsextremismus, die deutlich machte, dass die Hofburg zu diesem Anlass auch als Vernetzungsort der europäischen Rechten fungierte. Zudem galt der Ball als größtes couleurstudentisches Event im deutschsprachigen Raum, das sich laut Eigenangaben mit 2000-3000 BesucherInnen jährlich rühmte.
Trotz bzw. wegen der andauernden Kritik am Ball und seiner Gäste übernahm die Wiener Landesgruppe der FPÖ die Organisation des Balls 2013 und das Event wurde in „Wiener Akademiker-Ball“ umbenannt.

Nach Demonstrationsverboten, nach Platzverweisen und Sperrzonen und nachdem die Proteste 2011 im Rahmen des gegen Massenproteste gerichteten EU-Forschungsprogramms „Godiac“ („Good practice for dialogue and communication as strategic principles for policing political manifestations in Europe”) beobachtet wurden, hätte man eigentlich glauben können, dass die Repression der Polizei nicht mehr zu toppen wäre. Dennoch hat sie 2014 neue Formen angenommen: die gesamte Wiener Innenstadt wurde zur Sperrzone erklärt und in neun Bezirken der Stadt mitten im Winter das Tragen von Hauben und Schals mittels eines Vermummungsverbots untersagt. Ein halbes Jahr saß zudem Josef S. aus Jena in Untersuchungshaft. Ihm wurde auf Basis einer spärlichen Beweislage unter anderem Landfriedensbruch und Rädelsführerschaft im Zuge von Sachbeschädigungen während der Proteste gegen den „Akademikerball“ vorgeworfen. Die Vermutung, dass durch die österreichische Justiz hier ein Exempel gegen das medial und politisch konstruierte Feindbild der (deutschen) „linksextremen Berufsradalierer“ statuiert werden sollte, wurde auch im darauf folgenden Prozess bestätigt.

Im Rahmen einer Präsentation der Neuauflage der Broschüre „Völkische Verbindungen – Beiträge zum deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich“ soll der gesellschaftliche Einfluss von Burschenschaften in Österreich, ihre Geschichte, Brauchtum und psychosoziales Profil nachgezeichnet und die Notwendigkeit gegen die elitären Männerbünde vorzugehen aufgezeigt werden. Zudem wird im Vortrag über die bisherigen sowie die geplanten Proteste gegen den „Akademiker-Ball“ 2015 informiert.

http://kritikundpraxis.org/2014/11/24/09-12-14-voelkische-verbindungen-beitraege-zum-deutschnationalen-korporationsunwesen-in-oesterreich/


10.12.2014 - MÜNCHEN // Völkische Verbindungen – Beiträge zum deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich

Kafe Marat | 21:00 Uhr

Broschürenpräsentation und Mobilisierung gegen den „Akademiker-Ball“ 2015

60 Mal fand jährlich Ende Jänner/Anfang Februar der inzwischen auch über die Grenzen Österreichs bekannte Burschenschafter-Ball als Ball des Wiener Korporationsrings (WKR), einem Dachverband deutschnationaler, national-liberaler und extrem rechter wiener Burschenschaften, Corps und Landsmannschaften statt, seit 1987 sogar in den Festsälen der Hofburg, einem dem repräsentativsten Gebäuden Österreichs. Die Bedeutung dieses Balls ergab sich jedoch nicht nur dadurch, dass deutschnationale Burschenschaften in Österreich wahrlich kein marginalisiertes gesellschaftliches Randphänomen darstellen, sondern vielmehr ein Verbindungsglied zwischen der parteiförmigen extremen Rechten im Parlament in Form der FPÖ (Freiheitliche Partei Österreich) und des organisierten Neonazismus darstellen. Hinzu kam die über einige Jahre andauernde große Präsenz internationaler Größen der extremen Rechten, die deutlich machte, dass die Hofburg zu diesem Anlass auch als Vernetzungsort der europäischen Rechten fungierte. So nahmen in den vergangenen Jahren VertreterInnen von Parteien wie dem Vlaams Belang, Front National, Schweizer Volkspartei oder Pro Köln und Pro NRW an dem Ball teil. Zudem galt der Ball als größtes couleurstudentisches Event im deutschsprachigen Raum, das sich laut Eigenangaben mit 2000-3000 BesucherInnen jährlich rühmte. Trotz bzw. wegen der andauernden Kritik am Ball und seiner Gäste übernahm die Wiener Landesgruppe der FPÖ die Organisation des Balls 2013 und das Event wurde in „Wiener Akademiker-Ball“ umbenannt.

Nach Demonstrationsverboten, nach Platzverweisen und Sperrzonen und nachdem die Proteste 2011 im Rahmen des gegen Massenproteste gerichteten EU-Forschungsprogramms „Godiac“ („Good practice for dialogue and communication as strategic principles for policing political manifestations in Europe”) beobachtet wurden, hätte man eigentlich glauben können, dass die Repression der Polizei nicht mehr zu toppen wäre. Dennoch hat sie 2014 neue Formen angenommen: die gesamte Wiener Innenstadt wurde zur Sperrzone erklärt und in neun Bezirken der Stadt mitten im Winter das Tragen von Hauben und Schals mittels eines Vermummungsverbots untersagt. Ein halbes Jahr saß zudem Josef S. aus Jena in Untersuchungshaft. Ihm wurde auf Basis einer spärlichen Beweislage unter anderem Landfriedensbruch und Rädelsführerschaft im Zuge von Sachbeschädigungen während der Proteste gegen den „Akademikerball“ vorgeworfen. Die Vermutung, dass durch die österreichische Justiz hier ein Exempel gegen das medial und politisch konstruierte Feindbild der (deutschen) „linksextremen Berufsradalierer“ statuiert werden sollte, wurde auch im darauf folgenden Prozess bestätigt.

Im Rahmen einer Präsentation der Neuauflage der Broschüre „Völkische Verbindungen – Beiträge zum deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich“ soll der gesellschaftliche Einfluss von Burschenschaften in Österreich, ihre Geschichte, Brauchtum und psychosoziales Profil nachgezeichnet und die Notwendigkeit, gegen die elitären Männerbünde vorzugehen, aufgezeigt werden. Zudem wird im Vortrag über die bisherigen sowie die geplanten Proteste gegen den „Akademiker-Ball“ 2015 informiert.

Offen: 20 Uhr, Vortrag: 21 Uhr

http://kafemarat.blogsport.de/2014/12/08/mi-10-12-voelkische-verbindungen/


11.12.2014 - WIEN // Veranstaltungsreihe (autonome antifa w) - Der Mythos des Radikalen – Zu Denken und Wirkung Georges Sorels

NIG HS III | 19:00 Uhr

Vortrag und Diskussion mit Florian Ruttner

Georges Sorel galt lange als einer der namhaften Theoretiker einer linksradikalen Kritik am Revisionismus der Sozialdemokratie am Ende des 19. Jahrhunderts. Gleichzeitig bezogen sich faschistische Führer und konservativ-revolutionäre Denker wie Benito Mussolini und Carl Schmitt positiv auf ihn. Im Vortag soll es jenseits einer simplen Extremismustheorie darum gehen, wie es zu diesem scheinbaren Paradox kam, wie Sorels regressive Kritik am Kapitalismus zu einem Revisionismus der anderen Art führte, der den rationalen Kern der Kritik der politischen Ökonomie über Bord warf und der mittels der Hypostasierung der Gewalt Aktivismus um seiner Selbst willen sowie das Schaffen von Kollektividentitäten in den Mittelpunkt stellte. Dabei soll besonders auf Sorels Begriff des Mythos und die regressiven Momente seines Begriffs von Gewalt eingegangen werden. Weiters sollen Überlegungen angestellt werden, warum eine Beschäftigung mit dem Denken und der Wirkung Georges Sorels auch heute noch aktuelle Probleme berührt.

Facebook: https://www.facebook.com/events/814599338591708/


12.12.2014 - TÜBINGEN // Völkische Verbindungen – Beiträge zum deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich

Epplehaus, Karlstraße 13 | 18:30 Uhr

Broschürenpräsentation und Mobilisierung gegen den „Akademiker-Ball“ 2015

60 Mal fand jährlich Ende Jänner/Anfang Februar der inzwischen auch über die Grenzen Österreichs bekannte Burschenschafter-Ball als Ball des Wiener Korporationsrings (WKR), einem Dachverband deutschnationaler, national-liberaler und extrem rechter wiener Burschenschaften, Corps und Landsmannschaften statt, seit 1987 sogar in den Festsälen der Hofburg, einem dem repräsentativsten Gebäuden Österreichs. Die Bedeutung dieses Balls ergab sich jedoch nicht nur dadurch, dass deutschnationale Burschenschaften in Österreich wahrlich kein marginalisiertes gesellschaftliches Randphänomen darstellen, sondern vielmehr ein Verbindungsglied zwischen der parteiförmigen extremen Rechten im Parlament in Form der FPÖ (Freiheitliche Partei Österreich) und des organisierten Neonazismus darstellen. Hinzu kam die über einige Jahre andauernde große Präsenz internationaler Größen der extremen Rechten, die deutlich machte, dass die Hofburg zu diesem Anlass auch als Vernetzungsort der europäischen Rechten fungierte. So nahmen in den vergangenen Jahren VertreterInnen von Parteien wie dem Vlaams Belang, Front National, Schweizer Volkspartei oder Pro Köln und Pro NRW an dem Ball teil. Zudem galt der Ball als größtes couleurstudentisches Event im deutschsprachigen Raum, das sich laut Eigenangaben mit 2000-3000 BesucherInnen jährlich rühmte. Trotz bzw. wegen der andauernden Kritik am Ball und seiner Gäste übernahm die Wiener Landesgruppe der FPÖ die Organisation des Balls 2013 und das Event wurde in „Wiener Akademiker-Ball“ umbenannt.

Nach Demonstrationsverboten, nach Platzverweisen und Sperrzonen und nachdem die Proteste 2011 im Rahmen des gegen Massenproteste gerichteten EU-Forschungsprogramms „Godiac“ („Good practice for dialogue and communication as strategic principles for policing political manifestations in Europe”) beobachtet wurden, hätte man eigentlich glauben können, dass die Repression der Polizei nicht mehr zu toppen wäre. Dennoch hat sie 2014 neue Formen angenommen: die gesamte Wiener Innenstadt wurde zur Sperrzone erklärt und in neun Bezirken der Stadt mitten im Winter das Tragen von Hauben und Schals mittels eines Vermummungsverbots untersagt. Ein halbes Jahr saß zudem Josef S. aus Jena in Untersuchungshaft. Ihm wurde auf Basis einer spärlichen Beweislage unter anderem Landfriedensbruch und Rädelsführerschaft im Zuge von Sachbeschädigungen während der Proteste gegen den „Akademikerball“ vorgeworfen. Die Vermutung, dass durch die österreichische Justiz hier ein Exempel gegen das medial und politisch konstruierte Feindbild der (deutschen) „linksextremen Berufsradalierer“ statuiert werden sollte, wurde auch im darauf folgenden Prozess bestätigt.

Im Rahmen einer Präsentation der Neuauflage der Broschüre „Völkische Verbindungen – Beiträge zum deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich“ soll der gesellschaftliche Einfluss von Burschenschaften in Österreich, ihre Geschichte, Brauchtum und psychosoziales Profil nachgezeichnet und die Notwendigkeit, gegen die elitären Männerbünde vorzugehen, aufgezeigt werden. Zudem wird im Vortrag über die bisherigen sowie die geplanten Proteste gegen den „Akademiker-Ball“ 2015 informiert.

https://linksunten.indymedia.org/de/node/129227


13.12.2014 - GÖTTINGEN // Völkische Verbindungen – Beiträge zum deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich

Café Kollektiv Kabale, Geismarlandstr. 19 | 20:00 Uhr

Eine Veranstaltung der Gruppe Gegenstrom mit dem NOWKR Bündnis aus Wien.

Broschürenpräsentation und Mobilisierung gegen den „Akademiker-Ball“ 2015

Im Rahmen einer Präsentation der Neuauflage der Broschüre „Völkische Verbindungen – Beiträge zum deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich“ soll der gesellschaftliche Einfluss von Burschenschaften in Österreich, ihre Geschichte, Brauchtum und psychosoziales Profil nachgezeichnet und die Notwendigkeit, gegen die elitären Männerbünde vorzugehen, aufgezeigt werden. Zudem wird im Vortrag über die bisherigen sowie die geplanten Proteste gegen den „Akademiker-Ball“ 2015 informiert.
60 Mal fand jährlich Ende Jänner/Anfang Februar der inzwischen auch über die Grenzen Österreichs bekannte Burschenschafter-Ball als Ball des Wiener Korporationsrings (WKR), einem Dachverband deutschnationaler, national-liberaler und extrem rechter wiener Burschenschaften, Corps und Landsmannschaften statt, seit 1987 sogar in den Festsälen der Hofburg, einem dem repräsentativsten Gebäuden Österreichs. Die Bedeutung dieses Balls ergab sich jedoch nicht nur dadurch, dass deutschnationale Burschenschaften in Österreich wahrlich kein marginalisiertes gesellschaftliches Randphänomen darstellen, sondern vielmehr ein Verbindungsglied zwischen dem parteiförmigen Rechtsextremismus im Parlament in Form der FPÖ (Freiheitliche Partei Österreich) und des organisierten Neonazismus darstellen. Hinzu kam die über einige Jahre andauernde große Präsenz internationaler Größen des Rechtsextremismus, die deutlich machte, dass die Hofburg zu diesem Anlass auch als Vernetzungsort der europäischen Rechten fungierte. So nahmen in den vergangenen Jahren VertreterInnen von Parteien wie dem Vlaams Belang, Front National, Schweizer Volkspartei oder Pro Köln und Pro NRW an dem Ball teil. Zudem galt der Ball als größtes couleurstudentisches Event im deutschsprachigen Raum, das sich laut Eigenangaben mit 2000-3000 BesucherInnen jährlich rühmte. Trotz bzw. wegen der andauernden Kritik am Ball und seiner Gäste übernahm die Wiener Landesgruppe der FPÖ die Organisation des Balls 2013 und das Event wurde in „Wiener Akademiker-Ball“ umbenannt.
Nach Demonstrationsverboten, nach Platzverweisen und Sperrzonen und nachdem die Proteste 2011 im Rahmen des gegen Massenproteste gerichteten EU-Forschungsprogramms „Godiac“ („Good practice for dialogue and communication as strategic principles for policing political manifestations in Europe”) beobachtet wurden, hätte man eigentlich glauben können, dass die Repression der Polizei nicht mehr zu toppen wäre. Dennoch hat sie 2014 neue Formen angenommen: die gesamte Wiener Innenstadt wurde zur Sperrzone erklärt und in neun Bezirken der Stadt mitten im Winter das Tragen von Hauben und Schals mittels eines Vermummungsverbots untersagt. Ein halbes Jahr saß zudem Josef S. aus Jena in Untersuchungshaft. Ihm wurde auf Basis einer spärlichen Beweislage unter anderem Landfriedensbruch und Rädelsführerschaft im Zuge von Sachbeschädigungen während der Proteste gegen den „Akademikerball“ vorgeworfen. Die Vermutung, dass durch die österreichische Justiz hier ein Exempel gegen das medial und politisch konstruierte Feindbild der (deutschen) „linksextremen Berufsradalierer“ statuiert werden sollte, wurde auch im darauf folgenden Prozess bestätigt.


15.12.2014 - JENA // Völkische Verbindungen – Beiträge zum deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich

Campus Uni Jena (Hörsaal 9) | 19:00 Uhr

Broschürenpräsentation und Mobilisierung gegen den „Akademikerball“ 2015

Sechzig Mal fand jährlich Ende Januar/Anfang Februar der inzwischen auch über die Grenzen Österreichs bekannte Burschenschafter-Ball als Ball des Wiener Korporationsrings (WKR), einem Dachverband deutschnationaler, national-liberaler und extrem rechter Wiener Burschenschaften, Corps und Landsmannschaften statt, seit 1987 sogar in den Festsälen der Hofburg, einem der repräsentativsten Gebäude Österreichs.

Die Bedeutung dieses Balls ergibt sich durch die Funktion der gesellschaftlich durchaus anerkannten Burschenschaften als Bindeglied zwischen dem parteiförmigen Rechtsextremismus in Form der FPÖ (Freiheitliche Partei Österreich) und dem organisierten Neonazismus. Darüber hinaus etablierte sich die Teilnahme verschiedener Ikonen des europäischen Rechtsextremismus, so unter anderem von Parteien wie dem Vlaams Belang, Front National, Schweizer Volkspartei oder Pro Köln und Pro NRW wodurch der Ball zunehmend als Vernetzungsort der europäischen Rechten fungierte. Der Ball, gleichzeitig größtes couleurstudentisches Event im deutschsprachigen Raum, rühmte sich zeitweilig mit 2000-3000 BesucherInnen jährlich. Trotz bzw. wegen der andauernden Kritik am Ball und seiner Gäste übernahm die Wiener Landesgruppe der FPÖ die Organisation des Balls 2013 und das Event wurde in „Wiener Akademiker-Ball“ umbenannt.

Nach massiven Eingriffen in die Versammlungsfreiheit und der 2011 durchgeführten gesonderten Beo-bachtung der antifaschistischen Massenproteste im Rahmen des auf Aufstandsbekämpfung ausgerichteten EU-Forschungsprogramms „Godiac“ („Good practice for dialogue and communication as strategic principles for policing political manifestations in Europe”) hätte man eigentlich glauben können, dass die polizeiliche Repression gegen BallgegnerInnen ihre Grenzen erreicht hätte. Dennoch hat sie 2014 neue Formen angenommen: die gesamte Wiener Innenstadt wurde zur Sperrzone erklärt und in neun Bezirken der Stadt mitten im Winter das Tragen von Hauben und Schals mittels eines Vermummungsverbots untersagt. Ein halbes Jahr saß zudem Josef S. aus Jena in Untersuchungshaft, der letztendlich ohne stichhaltige Beweise wegen Landfriedensbruch in Rädelsführerschaft, schwerer Sachbeschädigung und versuchter schwerer Körperverletzung schuldig gesprochen wurde. Der Prozess bestätigte Vermutungen, dass Josef stellvertretend für alle TeilnehmerInnen der antifaschistischen Gegendemos, insbesondere für das boulevardeske Feindbild der militanten bundesdeutschen „Linksextremen“, als Hauptschuldiger herhalten muss.

Im Rahmen einer Präsentation der Neuauflage der Broschüre „Völkische Verbindungen – Beiträge zum deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich“ sollen der gesellschaftliche Einfluss von Burschenschaften in Österreich, ihre Geschichte, Brauchtum und psychosoziales Profil nachgezeichnet und die Notwendigkeit, gegen die elitären Männerbünde vorzugehen, aufgezeigt werden. Zudem wird im Vortrag über die bisherigen sowie die geplanten Proteste gegen den „Akademikerball“ 2015 informiert.


16.12.2014 - KÖLN // Völkische Verbindungen – Beiträge zum deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich

Asta Café (Universitätsstraße 16b) | 19:00 Uhr

Broschürenpräsentation und Mobilisierung gegen den „Akademiker-Ball“ 2015

Im Rahmen einer Präsentation der Neuauflage der Broschüre „Völkische Verbindungen – Beiträge zum deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich“ soll der gesellschaftliche Einfluss von Burschenschaften in Österreich, ihre Geschichte, Brauchtum und psychosoziales Profil nachgezeichnet und die Notwendigkeit, gegen die elitären Männerbünde vorzugehen, aufgezeigt werden. Zudem wird im Vortrag über die bisherigen sowie die geplanten Proteste gegen den „Akademiker-Ball“ 2015 informiert.
60 Mal fand jährlich Ende Jänner/Anfang Februar der inzwischen auch über die Grenzen Österreichs bekannte Burschenschafter-Ball als Ball des Wiener Korporationsrings (WKR), einem Dachverband deutschnationaler, national-liberaler und extrem rechter wiener Burschenschaften, Corps und Landsmannschaften statt, seit 1987 sogar in den Festsälen der Hofburg, einem dem repräsentativsten Gebäuden Österreichs. Die Bedeutung dieses Balls ergab sich jedoch nicht nur dadurch, dass deutschnationale Burschenschaften in Österreich wahrlich kein marginalisiertes gesellschaftliches Randphänomen darstellen, sondern vielmehr ein Verbindungsglied zwischen dem parteiförmigen Rechtsextremismus im Parlament in Form der FPÖ (Freiheitliche Partei Österreich) und des organisierten Neonazismus darstellen. Hinzu kam die über einige Jahre andauernde große Präsenz internationaler Größen des Rechtsextremismus, die deutlich machte, dass die Hofburg zu diesem Anlass auch als Vernetzungsort der europäischen Rechten fungierte. So nahmen in den vergangenen Jahren VertreterInnen von Parteien wie dem Vlaams Belang, Front National, Schweizer Volkspartei oder Pro Köln und Pro NRW an dem Ball teil. Zudem galt der Ball als größtes couleurstudentisches Event im deutschsprachigen Raum, das sich laut Eigenangaben mit 2000-3000 BesucherInnen jährlich rühmte. Trotz bzw. wegen der andauernden Kritik am Ball und seiner Gäste übernahm die Wiener Landesgruppe der FPÖ die Organisation des Balls 2013 und das Event wurde in „Wiener Akademiker-Ball“ umbenannt.
Nach Demonstrationsverboten, nach Platzverweisen und Sperrzonen und nachdem die Proteste 2011 im Rahmen des gegen Massenproteste gerichteten EU-Forschungsprogramms „Godiac“ („Good practice for dialogue and communication as strategic principles for policing political manifestations in Europe”) beobachtet wurden, hätte man eigentlich glauben können, dass die Repression der Polizei nicht mehr zu toppen wäre. Dennoch hat sie 2014 neue Formen angenommen: die gesamte Wiener Innenstadt wurde zur Sperrzone erklärt und in neun Bezirken der Stadt mitten im Winter das Tragen von Hauben und Schals mittels eines Vermummungsverbots untersagt. Ein halbes Jahr saß zudem Josef S. aus Jena in Untersuchungshaft. Ihm wurde auf Basis einer spärlichen Beweislage unter anderem Landfriedensbruch und Rädelsführerschaft im Zuge von Sachbeschädigungen während der Proteste gegen den „Akademikerball“ vorgeworfen. Die Vermutung, dass durch die österreichische Justiz hier ein Exempel gegen das medial und politisch konstruierte Feindbild der (deutschen) „linksextremen Berufsradalierer“ statuiert werden sollte, wurde auch im darauf folgenden Prozess bestätigt.


19.12.2014 - STEYR // NOWKR Mobiparty @ röda

Am 30. Jänner findet auch 2015 wieder der Wiener Akademikerball (früher WKR Ball) in der Wiener Hofburg statt. Bei diesem Ball handelt es sich nicht um eine harmlose Tanzveranstaltung von Burschenschaften, sondern um ein wichtiges Event der extremen Rechten. Ein Abend an dem sich „National-freiheitliche“, Deutschnationale und offen Rechtsextreme an einem der repräsentativsten Orte in Wien selbst feiern und ihr Kontakte mit Vertreter_innen der europäischen Rechten pflegen.

Der WKR-Ball zeigt klar (ebenso die Wahlergebnisse der FPÖ) wie gesellschaftsfähig und akzeptiert antisemitisches, rassistisches, nationalistisches, sexistisches und homophobes Gedankengut hierzulande ist. Dementsprechend sorgte auch die Polizei in den letzten Jahren für breit gestreute Einschränkungen der Demonstrationsfreiheit, wie einem Vermumungsverbot in neun Wiener Bezirken und einer riesigen Sperrzone rund um die Hofburg. In den Monaten danach erfolgte eine Reihe von Repressionschlägen gegen Antifaschist_innen, wie der Prozess gegen Josef, Hüseyin und andere. Auch dieses Jahr werden wieder tausende gegen den WKR Ball demonstrieren, versuchen ihn zu blockieren und die österreichische Normalität ein Stück zu stören.

Nach dem Vortrag gibts ab 22:00 Uhr Auflegerei mit DJ Mischkonsum.

NOWKR Antifa Mobiparty @ röda


20.12.2014 - JENA // JOSEF ZAHLT NIX! - Solikonzert

Jugendzentrum Hugo (Hugo-Schrade-Straße 51, Winzerla) | ab 20:00 Uhr

Konzert und Soliparty für Josef mit:

//Refpolk (Rap / Hip Hop)
//Daisy Chain (Rap / Hip Hop)
//Rana Esculenta (Hip Hop)
//Radical Hype (Punkrap)
//Kaye von Spoke P Kaye (Rap / Hip Hop)
//No Border Sound System (DJs)
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JOSEF ZAHLT NIX!
Spendenaufruf der Unterstützer*innengruppe für Josef

Unsere Solidarität die könnt ihr haben
Nach seiner Festnahme bei den diesjährigen Protesten gegen den rechtspopulistischen Akademikerball in Wien, saß der Jenaer Antifaschist Josef ein halbes Jahr in Untersuchungshaft. Vorwurf: versuchte schwere Körperverletzung, schwere Sachbeschädigung und Landfriedensbruch in Rädelsführerschaft. Auf Grundlage widersprüchlicher Aussagen eines Zivilpolizisten und insgesamt mangelnder Beweislage wurde ihm quasi alles zur Last gelegt, was bei den Protesten im Januar passiert war. In einem von breiter Öffentlichkeit skandalisierten Prozess, schien die Wiener Justiz offensichtlich an Josef ein Exempel statuieren und mit einer unerwünschten Demonstration abrechnen zu wollen.

Der Prozess geht weiter
Schuldig aber frei, lautete schließlich das Ergebnis des dritten Prozesstages im Juli. Bei einem Strafmaß von 12 Monaten Haft, davon acht bedingt d.h. auf Bewährung ausgesetzt, bedeutete dies zunächst einmal das Ende der sechs monatigen U-Haft und endlich „Freiheit für Josef“. Eine Auge weinte, ein Auge lachte, aber es stand fest: Der Schuldspruch ist absolut inakzeptabel. Unabhängig von der politischen Dimension des Urteils, die mit der Anwendung des Landesfriedensbruch-Paragrafen 274 Ausdruck einer allgemeinen repressiven Entwicklung in Österreich ist, kommen damit neben den Gerichts- und Anwaltskosten, nämlich eventuell auch noch Schadensersatzforderungen auf Josef zu. Die Entscheidung von Josef und seinen Anwält*innen das Urteil in der Berufungsinstanz anzufechten, ist deshalb nicht nur die einzig richtige juristische Reaktion, sondern auch eine notwendige politische Antwort auf die Repression der Wiener Justiz.

Solidarität ist eine Waffe
Der politische Schauprozess in Wien gegen Josef geht also in die nächste Runde. Die Verfahrens- bzw. Anwaltskosten bewegen sich momentan im fünfstelligen Bereich und Josef braucht weiterhin unsere Unterstützung. Deshalb: Ob mit Soli-Partys, Info-Veranstaltungen oder eurer direkten Spenden – Unterstützt Josef in der Berufungsinstanz bei den Prozesskosten und erklärt euch solidarisch! Josef zahlt nix!

Infos, Spenden und Aktuelles zum Fall auf:

http://rotehilfejena.blogsport.de
http://soli2401.blogsport.eu/