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Vergangene Termine

jeden Mittwoch - WIEN // Keine Burschenschafter auf der Unirampe!

▶ Wir treffen uns wöchentlich jeden Mittwoch ab 11 Uhr auf der Unirampe, um den Burschibummel zu verhindern!

Ist denn schon wieder Fasching?

… magst du Dich fragen, wenn Du der Gestalten ansichtig wirst, die sich jeden Mittwoch mittags um 12 auf der Rampe der Uni Wien versammeln. Die mit den bunten Kapperln und Bändern mögen mit ihren Gesichtsverstümmelungen und der eigenwilligen Kostümierung zwar spontan eher Mitleid oder Amüsement hervorrufen denn Abscheu – in Wahrheit ist ihr Treiben aber gar nicht zum Lachen.

Wer sind die?

Sogenannte Verbindungsstudenten oder „Korporierte“ (Burschen-, Landsmann-, Sängerschaften, Corpsstudenten, akademische Turner), und zwar von der deutschnational-schlagenden Sorte. In Kurzform: Rechte und rechtsextreme Schmissfressen.

Was denken sie?

Dass für Frauen („iiiieh!“), Schwule („wuäääh!“), Zivildiener („Warmduscher“), Juden (ehschowissn) und alle anderen, die nicht „deutsche Volksgenossen“ reinsten Wassers und „mannhaften Betragens“ sind, kein Platz bei ihnen ist; dass Österreich, Alto Adige/Südtirol, Teile Polens und Tschechiens, Litauens und Russlands noch heute „deutsche Länder“ seien; dass die „deutsche Identität“ dieser Länder gewahrt bzw. wiederhergestellt werden müsse; dass „Ausländer“ die „biologische Substanz“ des „deutschen Volkes“ aushölen; dass die ÖVP ein noch viel zu modernes Frauenbild vertrete; dass Ertragenkönnen der wichtigste Maßstab für Männlichkeit sei; dass sich gegenseitig das Gesicht zerschlitzen den Charakter formt; dass eine gesellschaftliche Elite (sie selbst) wichtig sei; usw.

Was tun sie?

Erstmal: wirklich – viel! – saufen; einander in ritualisierter Form die Wangen (und oft mehr) zersäbeln; sich in strenge Hierarchien einpassen und entlang dieser einander solange demütigen, bis keiner mehr Autorität in Frage stellt; sich gleichzeitig als rebellische „Querdenker“ und „Freiheits-“ Fanatiker inszenieren; immer wieder Neonazis Zuflucht bieten oder gleich selber welche sein; Kriegsverbrechern und Mörder von Juden und Jüdinnen als ihre „Bundesbrüder“, „Alte Herren“ und „gefallenen Helden“ gedenken; exklusive männliche Herrschaft an den Unis in schweißig-bierdunstigem Kreis fortleben lassen; gegen das „zersetzende“ Denken der „68er“, der „Feministinnen“, der „politisch Korrekten“ und „Gesinnungsterroristen“ wettern; sich dabei unendlich leid tun – und sich jeden Mittwoch um 12 hier auf der Unirampe treffen.

Was tun wir?

Ihnen bei jeder Gelegenheit zeigen, dass ihr rechtsextremes bis neonazistisches, frauenfeindliches und antifeministisches, antisemitisches und rassistisches, homophobes und männerbündisches, revanchistisches und revisionistisches Denken und Treiben weder an der Uni noch sonst wo geduldet werden. Neben dem WKR-Ball (seit 2012 Akademikerball) und dem Totengedenken am 8. Mai, wollen wir den Burschis auch noch diesen wöchentlichen öffentlichen Auftritt so richtig vermiesen. Wenn das Rektorat der Uni Wien untätig bleibt und diese Braunen Brüder nicht vom Uni-Gelände vertreibt, müssen wir das als Antifaschist_innen wohl selber tun!

Keine Burschenschafter auf der Unirampe und nirgendwo!

JEDEN MITTWOCH ab 11 auf der UNIRAMPE!


27.11.2014 - WIEN // Veranstaltungsreihe (autonome antifa w) - Völkische Verbindungen – Beiträge zum deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich.

NIG HS III | 19:00 Uhr

Broschürenpräsentation und Mobilisierung gegen den „Akademiker-Ball“ 2015

60 Mal fand jährlich Ende Jänner/Anfang Februar der inzwischen auch über die Grenzen Österreichs bekannte Burschenschafter-Ball als Ball des Wiener Korporationsrings (WKR), einem Dachverband deutschnationaler, national-liberaler und extrem rechter wiener Burschenschaften, Corps und Landsmannschaften statt, seit 1987 sogar in den Festsälen der Hofburg, einem dem repräsentativsten Gebäuden Österreichs. Die Bedeutung dieses Balls ergab sich jedoch nicht nur dadurch, dass deutschnationale Burschenschaften in Österreich wahrlich kein marginalisiertes gesellschaftliches Randphänomen darstellen, sondern vielmehr ein Verbindungsglied zwischen dem parteiförmigen Rechtsextremismus im Parlament in Form der FPÖ (Freiheitliche Partei Österreich) und des organisierten Neonazismus darstellen. Hinzu kam die über einige Jahre andauernde große Präsenz internationaler Größen des Rechtsextremismus, die deutlich machte, dass die Hofburg zu diesem Anlass auch als Vernetzungsort der europäischen Rechten fungierte. So nahmen in den vergangenen Jahren VertreterInnen von Parteien wie dem Vlaams Belang, Front National, Schweizer Volkspartei oder Pro Köln und Pro NRW an dem Ball teil. Zudem galt der Ball als größtes couleurstudentisches Event im deutschsprachigen Raum, das sich laut Eigenangaben mit 2000-3000 BesucherInnen jährlich rühmte. Trotz bzw. wegen der andauernden Kritik am Ball und seiner Gäste übernahm die Wiener Landesgruppe der FPÖ die Organisation des Balls 2013 und das Event wurde in „Wiener Akademiker-Ball“ umbenannt.

Nach Demonstrationsverboten, nach Platzverweisen und Sperrzonen und nachdem die Proteste 2011 im Rahmen des gegen Massenproteste gerichteten EU-Forschungsprogramms „Godiac“ („Good practice for dialogue and communication as strategic principles for policing political manifestations in Europe”) beobachtet wurden, hätte man eigentlich glauben können, dass die Repression der Polizei nicht mehr zu toppen wäre. Dennoch hat sie 2014 neue Formen angenommen: die gesamte Wiener Innenstadt wurde zur Sperrzone erklärt und in neun Bezirken der Stadt mitten im Winter das Tragen von Hauben und Schals mittels eines Vermummungsverbots untersagt. Ein halbes Jahr saß zudem Josef S. aus Jena in Untersuchungshaft. Ihm wurde auf Basis einer spärlichen Beweislage unter anderem Landfriedensbruch und Rädelsführerschaft im Zuge von Sachbeschädigungen während der Proteste gegen den „Akademikerball“ vorgeworfen. Die Vermutung, dass durch die österreichische Justiz hier ein Exempel gegen das medial und politisch konstruierte Feindbild der (deutschen) „linksextremen Berufsradalierer“ statuiert werden sollte, wurde auch im darauf folgenden Prozess bestätigt.

Im Rahmen einer Präsentation der Neuauflage der Broschüre „Völkische Verbindungen – Beiträge zum deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich“ soll der gesellschaftliche Einfluss von Burschenschaften in Österreich, ihre Geschichte, Brauchtum und psychosoziales Profil nachgezeichnet und die Notwendigkeit, gegen die elitären Männerbünde vorzugehen, aufgezeigt werden. Zudem wird im Vortrag über die bisherigen sowie die geplanten Proteste gegen den „Akademiker-Ball“ 2015 informiert.

Facebook: https://www.facebook.com/events/1510381102567615/

Audiomitschnitt:


29.11.2014 - WIEN // Den WKR-Kommers im Rathaus unmöglich machen!

Am 29. November soll im Wiener Rathauskeller ab 20 Uhr der Kommers des Wiener Korporationsrings (WKR) stattfinden. Er stellt eine festliche Veranstaltung dar, auf der – wie in jeglichem burschenschaftlichen Zeremoniell – das rechte Wort zur rechten Zeit und kühles Blondes gleichermaßen im Vordergrund stehen. Die 20 Korporationen des WKR, die sich politisch in einem Spektrum zwischen national-freiheitlich, deutschnational bis offen rechtsextrem und neonazistisch bewegen, veranstalten auch jedes Jahr den Wiener Akademikerball, gegen den auch 2015 massive Proteste und Blockaden angekündigt sind.

Die Rot-Grüne Stadtregierung fällt hier durch ihrer Doppelbödigkeit auf: Während der Wiener Gemeinderat noch dieses Jahr eine Resolution verabschiedet hat, in der sich gegen das Vernetzungstreffen von der extremen Rechten in der Wiener Hofburg ausgesprochen wurde, scheint dieselbe Stadtregierung ungewollt zu sein, in ihren eigenen Räumlichkeiten diesen Beschluss zu fassen und durchzusetzen.

2004 widmete der WKR die Veranstaltung zum „Konrad-Lorenz-Kommers“ um, anlässlich dessen sich der antisemitische Professor Bernd Rabehl, Holocaustleugner Rolf Kosiek und Otto „Ich war immer schon rechts, auch in der NSDAP“ Scrinzi am Podium versammelten. Sowohl die Uni Wien als auch ein Hotel sahen sich veranlasst, der Veranstaltung keinen Raum zu bieten. Der Kommers musste in ruralere Umgebung (Altlengbach) umziehen. Das diesjährige Rahmenprogramm für den Festkommers stellt eine „Festakademie“ dar, zu dem die Burschenschaft Teutonia als Vorsitzende des WKR in das Schulvereinshaus in der Fuhrmannsgasse einlädt. Thema ist „100 Jahre erster Weltkrieg“ und dazu referieren der Jus-Professor Christian Neschwara von der Burschenschaft Gothia und Gerald Brettner-Messler, Burschenschafter von der Nibelungia zu Wien und FPÖ-Bezirksrat in Wien Neubau.

Deutschnationale Burschenschafter stehen in Österreich und Deutschland für völkischen Nationalismus, NS-Verherrlichung und Holocaust-Leugnung. Ihre Deutschtümelei stellen sie in Wien immer wieder zur Schau. Neben dem alljährlichen WKR-Ball, dem diesjährigen Kommers auch wöchentlich auf der Unirampe.

Wir werden den Schmissgermanen keinen ruhigen Abend bereiten und ihren Festkommers gehörig vermiesen! Antisemitischen, rassistischen Männerbünden keinen Millimeter! Im Rathauskeller, auf der Unirampe wie auch im Jänner auf der Tanzfläche der Hofburg!

▼ DEN WKR-KOMMERS UNMÖGLICH MACHEN

ANTIFA-DEMO:
▼ 29. November 2014
▼ 17:30 Uhr | Fuhrmannsgasse/Florianigasse
NOWKR


02.12.2014 - WIEN // AntifaCafé - Nachbesprechung Kommers - Ausblick NOWKR'15

Das Bäckerei (Tannengasse 1) | 19:00 Uhr

In gemütlichem Rahmen möchten wir die Eindrücke und Einschätzungen zum WKR-Kommers, der diesen Samstag stattfindet, nachbesprechen. Außerdem werden wir unsere Kampagne zum 3. Wiener Akademikerball vorstellen und diskutierenDas Ganze soll informell und im gemeinsamen Gespräch stattfinden. Wir freuen uns deshalb auch über Kritik und Einschätzungen!
Dazu gibt es, wie immer, köstliches Essen und Getränke.
Das AntifaCafé findet jeden ersten und dritten Dienstag des Monats in den Räumen von das Bäckerei statt. In der Regel wird es mit Vorträgen, Mobi- und Diskussionsveranstaltungen bespielt, außerdem gibt es Film- und Buchvorstellungen, aber auch einfach nur verrauchte Gemütlichkeit. Es soll Raum geschaffen werden sich zu informieren, sich auszutauschen und zu vernetzen.

Es versteht sich von selbst, dass es im Café keinen Platz für Sexismus, Rassismus, Antisemitismus, Nazis, Homophobie und andere Widerwärtigkeiten gibt! Für eine starke, antifaschistische Linke!

https://www.facebook.com/events/912683288743677/


02.12.2014 - HAMBURG // Völkische Verbindungen – Beiträge zum deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich

Von-Melle-Park 5 (WiWi-Bunker) Hörsaal A | 18:30 Uhr

Bereits zum 60. Mal jährte sich 2014 die Veranstaltung des Balls des Wiener Korporationsrings, einem Dachverband deutschnationaler, national-liberaler und extrem rechter wiener Burschenschaften, Corps und Landsmannschaften. Die Bedeutung dieses Balls ergab sich jedoch nicht nur dadurch, dass deutschnationale Burschenschaften in Österreich wahrlich kein marginalisiertes gesellschaftliches Randphänomen, sondern vielmehr ein Verbindungsglied zwischen dem parteiförmigen Rechtsextremismus im Parlament in Form der FPÖ und des organisierten Neonazismus darstellen. Hinzu kam die über einige Jahre andauernde große Präsenz internationaler Größen des Rechtsextremismus, die deutlich machte, dass der Ball auch als Vernetzungsort der europäischen Rechten fungierte. So nahmen in den vergangenen Jahren VertreterInnen von Parteien wie dem Front National oder Pro NRW teil. Die Repressionen der Polizei gegen die Proteste, insbesondere die Inhaftierung von Josef S. aus Jena, haben in diesem Jahre eine neue Dimension erreicht.
Im Rahmen einer Präsentation der Neuauflage der Broschüre „Völkische Verbindungen“ soll der gesellschaftliche Einfluss von Burschenschaften in Österreich, ihre Geschichte, Brauchtum und psychosoziales Profil nachgezeichnet und die Notwendigkeit gegen die elitären Männerbünde vorzugehen aufgezeigt werden. Zudem wird im Vortrag über die bisherigen sowie die geplanten Proteste gegen den „Akademiker-Ball“ 2015 informiert.

http://uniantifa.blogsport.de/2014/11/10/02-12-14-voelkische-verbindungen-beitraege-zum-deutschnationalen-korporationsunwesen-in-oesterreich/


03.12.2014 - HANNOVER // Völkische Verbindungen – Beiträge zum deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich

Uni Hannover (Raum V111, Schneiderberg 50) | 19:00 Uhr

Borschürenpräsentation und Mobilisierung gegen den „Akademiker-Ball“ 2015 in Wien.

60 Mal fand jährlich Ende Jänner/Anfang Februar der inzwischen auch über die Grenzen Österreichs bekannte Burschenschafter-Ball als Ball des Wiener Korporationsrings (WKR), einem Dachverband deutschnationaler, national-liberaler und extrem rechter wiener Burschenschaften, Corps und Landsmannschaften statt.
Die Bedeutung dieses Balls ergab sich jedoch nicht nur dadurch, dass deutschnationale Burschenschaften in Österreich wahrlich kein marginalisiertes gesellschaftliches Randphänomen darstellen, sondern vielmehr ein Verbindungsglied zwischen dem parteiförmigen Rechtsextremismus im Parlament in Form der FPÖ (Freiheitliche Partei Österreich) und des organisierten Neonazismus darstellen. Hinzu kam die über einige Jahre andauernde große Präsenz internationaler Größen des Rechtsextremismus, die deutlich machte, dass die Hofburg zu diesem Anlass auch als Vernetzungsort der europäischen Rechten fungierte. Zudem galt der Ball als größtes couleurstudentisches Event im deutschsprachigen Raum, das sich laut Eigenangaben mit 2000-3000 BesucherInnen jährlich rühmte.
Trotz bzw. wegen der andauernden Kritik am Ball und seiner Gäste übernahm die Wiener Landesgruppe der FPÖ die Organisation des Balls 2013 und das Event wurde in „Wiener Akademiker-Ball“ umbenannt.

Nach Demonstrationsverboten, nach Platzverweisen und Sperrzonen und nachdem die Proteste 2011 im Rahmen des gegen Massenproteste gerichteten EU-Forschungsprogramms „Godiac“ („Good practice for dialogue and communication as strategic principles for policing political manifestations in Europe”) beobachtet wurden, hätte man eigentlich glauben können, dass die Repression der Polizei nicht mehr zu toppen wäre. Dennoch hat sie 2014 neue Formen angenommen: die gesamte Wiener Innenstadt wurde zur Sperrzone erklärt und in neun Bezirken der Stadt mitten im Winter das Tragen von Hauben und Schals mittels eines Vermummungsverbots untersagt. Ein halbes Jahr saß zudem Josef S. aus Jena in Untersuchungshaft. Ihm wurde auf Basis einer spärlichen Beweislage unter anderem Landfriedensbruch und Rädelsführerschaft im Zuge von Sachbeschädigungen während der Proteste gegen den „Akademikerball“ vorgeworfen. Die Vermutung, dass durch die österreichische Justiz hier ein Exempel gegen das medial und politisch konstruierte Feindbild der (deutschen) „linksextremen Berufsradalierer“ statuiert werden sollte, wurde auch im darauf folgenden Prozess bestätigt.

Im Rahmen einer Präsentation der Neuauflage der Broschüre „Völkische Verbindungen – Beiträge zum deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich“ soll der gesellschaftliche Einfluss von Burschenschaften in Österreich, ihre Geschichte, Brauchtum und psychosoziales Profil nachgezeichnet und die Notwendigkeit gegen die elitären Männerbünde vorzugehen aufgezeigt werden. Zudem wird im Vortrag über die bisherigen sowie die geplanten Proteste gegen den „Akademiker-Ball“ 2015 informiert.

Eine Veranstaltungsreihe von Fast Forward Hannover in Zusammenarbeit mit der Sachbearbeiterstelle Antikapitalismus des AStA der Uni Hannover.

http://www.fastforwardhannover.net/event/voelkische-verbindungen-beitraege-zum-deutschnationalen-korporationsunwesen-in-oesterreich/


04.12.2014 - BREMEN // Völkische Verbindungen – Beiträge zum deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich

Infoladen Bremen | 21:00 Uhr

Borschürenpräsentation und Mobilisierung gegen den „Akademiker-Ball“ 2015 in Wien.

60 Mal fand jährlich Ende Jänner/Anfang Februar der inzwischen auch über die Grenzen Österreichs bekannte Burschenschafter-Ball als Ball des Wiener Korporationsrings (WKR), einem Dachverband deutschnationaler, national-liberaler und extrem rechter wiener Burschenschaften, Corps und Landsmannschaften statt, seit 1987 sogar in den Festsälen der Hofburg, einem dem repräsentativsten Gebäuden Österreichs.
Die Bedeutung dieses Balls ergab sich jedoch nicht nur dadurch, dass deutschnationale Burschenschaften in Österreich wahrlich kein marginalisiertes gesellschaftliches Randphänomen darstellen, sondern vielmehr ein Verbindungsglied zwischen dem parteiförmigen Rechtsextremismus im Parlament in Form der FPÖ (Freiheitliche Partei Österreich) und des organisierten Neonazismus darstellen. Hinzu kam die über einige Jahre andauernde große Präsenz internationaler Größen des Rechtsextremismus, die deutlich machte, dass die Hofburg zu diesem Anlass auch als Vernetzungsort der europäischen Rechten fungierte. So nahmen in den vergangenen Jahren VertreterInnen von Parteien wie dem Vlaams Belang, Front National, Schweizer Volkspartei oder Pro Köln und Pro NRW an dem Ball teil. Zudem galt der Ball als größtes couleurstudentisches Event im deutschsprachigen Raum, das sich laut Eigenangaben mit 2000-3000 BesucherInnen jährlich rühmte.
Trotz bzw. wegen der andauernden Kritik am Ball und seiner Gäste übernahm die Wiener Landesgruppe der FPÖ die Organisation des Balls 2013 und das Event wurde in „Wiener Akademiker-Ball“ umbenannt.

Nach Demonstrationsverboten, nach Platzverweisen und Sperrzonen und nachdem die Proteste 2011 im Rahmen des gegen Massenproteste gerichteten EU-Forschungsprogramms „Godiac“ („Good practice for dialogue and communication as strategic principles for policing political manifestations in Europe”) beobachtet wurden, hätte man eigentlich glauben können, dass die Repression der Polizei nicht mehr zu toppen wäre. Dennoch hat sie 2014 neue Formen angenommen: die gesamte Wiener Innenstadt wurde zur Sperrzone erklärt und in neun Bezirken der Stadt mitten im Winter das Tragen von Hauben und Schals mittels eines Vermummungsverbots untersagt. Ein halbes Jahr saß zudem Josef S. aus Jena in Untersuchungshaft. Ihm wurde auf Basis einer spärlichen Beweislage unter anderem Landfriedensbruch und Rädelsführerschaft im Zuge von Sachbeschädigungen während der Proteste gegen den „Akademikerball“ vorgeworfen. Die Vermutung, dass durch die österreichische Justiz hier ein Exempel gegen das medial und politisch konstruierte Feindbild der (deutschen) „linksextremen Berufsradalierer“ statuiert werden sollte, wurde auch im darauf folgenden Prozess bestätigt.

Im Rahmen einer Präsentation der Neuauflage der Broschüre „Völkische Verbindungen – Beiträge zum deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich“ soll der gesellschaftliche Einfluss von Burschenschaften in Österreich, ihre Geschichte, Brauchtum und psychosoziales Profil nachgezeichnet und die Notwendigkeit gegen die elitären Männerbünde vorzugehen aufgezeigt werden. Zudem wird im Vortrag über die bisherigen sowie die geplanten Proteste gegen den „Akademiker-Ball“ 2015 informiert.

Veranstaltung am 4. Dezember 2014 um 19 Uhr im Infoladen Bremen

(St.Pauli Straße 10-12, 28203 Bremen)

http://basisgruppe-antifa.org/wp/2014/11/16/4-dezember-infoladen-voelkische-verbindungen-beitraege-zum-deutschnationalen-korporationsunwesen-in-oesterreich/


07.12.2014 - MARBURG // Völkische Verbindungen – Beiträge zum deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich

Havanna Acht | 20:00 Uhr

Im Rahmen einer Präsentation der Neuauflage der Broschüre „Völkische Verbindungen – Beiträge zum deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich“ soll der gesellschaftliche Einfluss von Burschenschaften in Österreich, ihre Geschichte, Brauchtum und psychosoziales Profil nachgezeichnet und die Notwendigkeit gegen die elitären Männerbünde vorzugehen aufgezeigt werden. Zudem wird im Vortrag über die bisherigen sowie die geplanten Proteste gegen den „Akademiker-Ball“ 2015 informiert.

http://lisa2.blogsport.de/2014/11/27/voelkische-verbindungen-beitraege-zum-deutschnationalen-korporationsunwesen-in-oesterreich/


08.12.2014 - LEIPZIG // Völkische Verbindungen – Beiträge zum deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich

Universität Leipzig (HSG HS 16) | 19:00 Uhr

Borschürenpräsentation und Mobilisierung gegen den „Akademiker-Ball“ 2015 in Wien.

60 Mal fand jährlich Ende Jänner/Anfang Februar der inzwischen auch über die Grenzen Österreichs bekannte Burschenschafter-Ball als Ball des Wiener Korporationsrings (WKR), einem Dachverband deutschnationaler, national-liberaler und extrem rechter wiener Burschenschaften, Corps und Landsmannschaften statt.
Die Bedeutung dieses Balls ergab sich jedoch nicht nur dadurch, dass deutschnationale Burschenschaften in Österreich wahrlich kein marginalisiertes gesellschaftliches Randphänomen darstellen, sondern vielmehr ein Verbindungsglied zwischen dem parteiförmigen Rechtsextremismus im Parlament in Form der FPÖ (Freiheitliche Partei Österreich) und des organisierten Neonazismus darstellen. Hinzu kam die über einige Jahre andauernde große Präsenz internationaler Größen des Rechtsextremismus, die deutlich machte, dass die Hofburg zu diesem Anlass auch als Vernetzungsort der europäischen Rechten fungierte. Zudem galt der Ball als größtes couleurstudentisches Event im deutschsprachigen Raum, das sich laut Eigenangaben mit 2000-3000 BesucherInnen jährlich rühmte.
Trotz bzw. wegen der andauernden Kritik am Ball und seiner Gäste übernahm die Wiener Landesgruppe der FPÖ die Organisation des Balls 2013 und das Event wurde in „Wiener Akademiker-Ball“ umbenannt.

Nach Demonstrationsverboten, nach Platzverweisen und Sperrzonen und nachdem die Proteste 2011 im Rahmen des gegen Massenproteste gerichteten EU-Forschungsprogramms „Godiac“ („Good practice for dialogue and communication as strategic principles for policing political manifestations in Europe”) beobachtet wurden, hätte man eigentlich glauben können, dass die Repression der Polizei nicht mehr zu toppen wäre. Dennoch hat sie 2014 neue Formen angenommen: die gesamte Wiener Innenstadt wurde zur Sperrzone erklärt und in neun Bezirken der Stadt mitten im Winter das Tragen von Hauben und Schals mittels eines Vermummungsverbots untersagt. Ein halbes Jahr saß zudem Josef S. aus Jena in Untersuchungshaft. Ihm wurde auf Basis einer spärlichen Beweislage unter anderem Landfriedensbruch und Rädelsführerschaft im Zuge von Sachbeschädigungen während der Proteste gegen den „Akademikerball“ vorgeworfen. Die Vermutung, dass durch die österreichische Justiz hier ein Exempel gegen das medial und politisch konstruierte Feindbild der (deutschen) „linksextremen Berufsradalierer“ statuiert werden sollte, wurde auch im darauf folgenden Prozess bestätigt.

Im Rahmen einer Präsentation der Neuauflage der Broschüre „Völkische Verbindungen – Beiträge zum deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich“ soll der gesellschaftliche Einfluss von Burschenschaften in Österreich, ihre Geschichte, Brauchtum und psychosoziales Profil nachgezeichnet und die Notwendigkeit gegen die elitären Männerbünde vorzugehen aufgezeigt werden. Zudem wird im Vortrag über die bisherigen sowie die geplanten Proteste gegen den „Akademiker-Ball“ 2015 informiert.

https://www.facebook.com/events/714960515253315/


08.12.2014 - HANNOVER // Rassismus und die Krise in Europa

Faust Warenannahme (Zur Bettfedernfabrik 3) | 20:00 Uhr

In Zeiten der in Europa grassierenden Krise wird einmal mehr deutlich, dass Nationalismus, Rassismus und Kapitalismus nicht zu trennen sind. Vielfach thematisiert wurde das am Beispiel Griechenlands, wo die extreme Rechte im Zuge der Krise klar im Aufwind ist. Europaweit dürfte das rechte Spektrum insgesamt aus der aktuellen Finanzkrise gestärkt hervorgehen. Und auch in Deutschland schickt sich mit der AfD eine rechte Wahlalternative an, sich in der Parteienlandschaft zu etablieren. Nicht zuletzt aktuelle Debatten um die sogenannte »Armutsmigration« zeigen allerdings, dass Nationalismus, Rassismus und Ausgrenzung nicht auf die Rechte zu beschränken ist, sondern wesentlich in weiten Teilen der »Mitte« verankert sind. Im Vortrag geht anhand einer Analyse des deutschen Krisendiskurses um den Zusammenhang von Kapitalismus, Nationalismus, Rassismus und Krise.

Sebastian Friedrich (Berlin/Duisburg) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung (DISS), aktiv bei der Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt und Redakteur bei kritisch-lesen.de. Er promoviert zum medialen Diskurs über Arbeitslosigkeit Arbeitslose in der BRD an der Universität Duisburg-Essen und lehrt an der Evangelischen Hochschule Berlin.

Eine Veranstaltungsreihe von Fast Forward Hannover in Zusammenarbeit mit der Sachbearbeiterstelle Antikapitalismus des AStA der Uni Hannover.

http://www.fastforwardhannover.net/event/rassismus-und-die-krise-in-europa/


09.12.2014 - FRANKFURT // Völkische Verbindungen – Beiträge zum deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich

Café Exzess – Leipziger Straße 91 | 20:30 Uhr

Borschürenpräsentation und Mobilisierung gegen den „Akademiker-Ball“ 2015 in Wien.

60 Mal fand jährlich Ende Jänner/Anfang Februar der inzwischen auch über die Grenzen Österreichs bekannte Burschenschafter-Ball als Ball des Wiener Korporationsrings (WKR), einem Dachverband deutschnationaler, national-liberaler und extrem rechter wiener Burschenschaften, Corps und Landsmannschaften statt.
Die Bedeutung dieses Balls ergab sich jedoch nicht nur dadurch, dass deutschnationale Burschenschaften in Österreich wahrlich kein marginalisiertes gesellschaftliches Randphänomen darstellen, sondern vielmehr ein Verbindungsglied zwischen dem parteiförmigen Rechtsextremismus im Parlament in Form der FPÖ (Freiheitliche Partei Österreich) und des organisierten Neonazismus darstellen. Hinzu kam die über einige Jahre andauernde große Präsenz internationaler Größen des Rechtsextremismus, die deutlich machte, dass die Hofburg zu diesem Anlass auch als Vernetzungsort der europäischen Rechten fungierte. Zudem galt der Ball als größtes couleurstudentisches Event im deutschsprachigen Raum, das sich laut Eigenangaben mit 2000-3000 BesucherInnen jährlich rühmte.
Trotz bzw. wegen der andauernden Kritik am Ball und seiner Gäste übernahm die Wiener Landesgruppe der FPÖ die Organisation des Balls 2013 und das Event wurde in „Wiener Akademiker-Ball“ umbenannt.

Nach Demonstrationsverboten, nach Platzverweisen und Sperrzonen und nachdem die Proteste 2011 im Rahmen des gegen Massenproteste gerichteten EU-Forschungsprogramms „Godiac“ („Good practice for dialogue and communication as strategic principles for policing political manifestations in Europe”) beobachtet wurden, hätte man eigentlich glauben können, dass die Repression der Polizei nicht mehr zu toppen wäre. Dennoch hat sie 2014 neue Formen angenommen: die gesamte Wiener Innenstadt wurde zur Sperrzone erklärt und in neun Bezirken der Stadt mitten im Winter das Tragen von Hauben und Schals mittels eines Vermummungsverbots untersagt. Ein halbes Jahr saß zudem Josef S. aus Jena in Untersuchungshaft. Ihm wurde auf Basis einer spärlichen Beweislage unter anderem Landfriedensbruch und Rädelsführerschaft im Zuge von Sachbeschädigungen während der Proteste gegen den „Akademikerball“ vorgeworfen. Die Vermutung, dass durch die österreichische Justiz hier ein Exempel gegen das medial und politisch konstruierte Feindbild der (deutschen) „linksextremen Berufsradalierer“ statuiert werden sollte, wurde auch im darauf folgenden Prozess bestätigt.

Im Rahmen einer Präsentation der Neuauflage der Broschüre „Völkische Verbindungen – Beiträge zum deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich“ soll der gesellschaftliche Einfluss von Burschenschaften in Österreich, ihre Geschichte, Brauchtum und psychosoziales Profil nachgezeichnet und die Notwendigkeit gegen die elitären Männerbünde vorzugehen aufgezeigt werden. Zudem wird im Vortrag über die bisherigen sowie die geplanten Proteste gegen den „Akademiker-Ball“ 2015 informiert.

http://kritikundpraxis.org/2014/11/24/09-12-14-voelkische-verbindungen-beitraege-zum-deutschnationalen-korporationsunwesen-in-oesterreich/


10.12.2014 - MÜNCHEN // Völkische Verbindungen – Beiträge zum deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich

Kafe Marat | 21:00 Uhr

Broschürenpräsentation und Mobilisierung gegen den „Akademiker-Ball“ 2015

60 Mal fand jährlich Ende Jänner/Anfang Februar der inzwischen auch über die Grenzen Österreichs bekannte Burschenschafter-Ball als Ball des Wiener Korporationsrings (WKR), einem Dachverband deutschnationaler, national-liberaler und extrem rechter wiener Burschenschaften, Corps und Landsmannschaften statt, seit 1987 sogar in den Festsälen der Hofburg, einem dem repräsentativsten Gebäuden Österreichs. Die Bedeutung dieses Balls ergab sich jedoch nicht nur dadurch, dass deutschnationale Burschenschaften in Österreich wahrlich kein marginalisiertes gesellschaftliches Randphänomen darstellen, sondern vielmehr ein Verbindungsglied zwischen der parteiförmigen extremen Rechten im Parlament in Form der FPÖ (Freiheitliche Partei Österreich) und des organisierten Neonazismus darstellen. Hinzu kam die über einige Jahre andauernde große Präsenz internationaler Größen der extremen Rechten, die deutlich machte, dass die Hofburg zu diesem Anlass auch als Vernetzungsort der europäischen Rechten fungierte. So nahmen in den vergangenen Jahren VertreterInnen von Parteien wie dem Vlaams Belang, Front National, Schweizer Volkspartei oder Pro Köln und Pro NRW an dem Ball teil. Zudem galt der Ball als größtes couleurstudentisches Event im deutschsprachigen Raum, das sich laut Eigenangaben mit 2000-3000 BesucherInnen jährlich rühmte. Trotz bzw. wegen der andauernden Kritik am Ball und seiner Gäste übernahm die Wiener Landesgruppe der FPÖ die Organisation des Balls 2013 und das Event wurde in „Wiener Akademiker-Ball“ umbenannt.

Nach Demonstrationsverboten, nach Platzverweisen und Sperrzonen und nachdem die Proteste 2011 im Rahmen des gegen Massenproteste gerichteten EU-Forschungsprogramms „Godiac“ („Good practice for dialogue and communication as strategic principles for policing political manifestations in Europe”) beobachtet wurden, hätte man eigentlich glauben können, dass die Repression der Polizei nicht mehr zu toppen wäre. Dennoch hat sie 2014 neue Formen angenommen: die gesamte Wiener Innenstadt wurde zur Sperrzone erklärt und in neun Bezirken der Stadt mitten im Winter das Tragen von Hauben und Schals mittels eines Vermummungsverbots untersagt. Ein halbes Jahr saß zudem Josef S. aus Jena in Untersuchungshaft. Ihm wurde auf Basis einer spärlichen Beweislage unter anderem Landfriedensbruch und Rädelsführerschaft im Zuge von Sachbeschädigungen während der Proteste gegen den „Akademikerball“ vorgeworfen. Die Vermutung, dass durch die österreichische Justiz hier ein Exempel gegen das medial und politisch konstruierte Feindbild der (deutschen) „linksextremen Berufsradalierer“ statuiert werden sollte, wurde auch im darauf folgenden Prozess bestätigt.

Im Rahmen einer Präsentation der Neuauflage der Broschüre „Völkische Verbindungen – Beiträge zum deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich“ soll der gesellschaftliche Einfluss von Burschenschaften in Österreich, ihre Geschichte, Brauchtum und psychosoziales Profil nachgezeichnet und die Notwendigkeit, gegen die elitären Männerbünde vorzugehen, aufgezeigt werden. Zudem wird im Vortrag über die bisherigen sowie die geplanten Proteste gegen den „Akademiker-Ball“ 2015 informiert.

Offen: 20 Uhr, Vortrag: 21 Uhr

http://kafemarat.blogsport.de/2014/12/08/mi-10-12-voelkische-verbindungen/


11.12.2014 - WIEN // Veranstaltungsreihe (autonome antifa w) - Der Mythos des Radikalen – Zu Denken und Wirkung Georges Sorels

NIG HS III | 19:00 Uhr

Vortrag und Diskussion mit Florian Ruttner

Georges Sorel galt lange als einer der namhaften Theoretiker einer linksradikalen Kritik am Revisionismus der Sozialdemokratie am Ende des 19. Jahrhunderts. Gleichzeitig bezogen sich faschistische Führer und konservativ-revolutionäre Denker wie Benito Mussolini und Carl Schmitt positiv auf ihn. Im Vortag soll es jenseits einer simplen Extremismustheorie darum gehen, wie es zu diesem scheinbaren Paradox kam, wie Sorels regressive Kritik am Kapitalismus zu einem Revisionismus der anderen Art führte, der den rationalen Kern der Kritik der politischen Ökonomie über Bord warf und der mittels der Hypostasierung der Gewalt Aktivismus um seiner Selbst willen sowie das Schaffen von Kollektividentitäten in den Mittelpunkt stellte. Dabei soll besonders auf Sorels Begriff des Mythos und die regressiven Momente seines Begriffs von Gewalt eingegangen werden. Weiters sollen Überlegungen angestellt werden, warum eine Beschäftigung mit dem Denken und der Wirkung Georges Sorels auch heute noch aktuelle Probleme berührt.

Facebook: https://www.facebook.com/events/814599338591708/

Audiomitschnitt:


12.12.2014 - TÜBINGEN // Völkische Verbindungen – Beiträge zum deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich

Epplehaus, Karlstraße 13 | 18:30 Uhr

Broschürenpräsentation und Mobilisierung gegen den „Akademiker-Ball“ 2015

60 Mal fand jährlich Ende Jänner/Anfang Februar der inzwischen auch über die Grenzen Österreichs bekannte Burschenschafter-Ball als Ball des Wiener Korporationsrings (WKR), einem Dachverband deutschnationaler, national-liberaler und extrem rechter wiener Burschenschaften, Corps und Landsmannschaften statt, seit 1987 sogar in den Festsälen der Hofburg, einem dem repräsentativsten Gebäuden Österreichs. Die Bedeutung dieses Balls ergab sich jedoch nicht nur dadurch, dass deutschnationale Burschenschaften in Österreich wahrlich kein marginalisiertes gesellschaftliches Randphänomen darstellen, sondern vielmehr ein Verbindungsglied zwischen der parteiförmigen extremen Rechten im Parlament in Form der FPÖ (Freiheitliche Partei Österreich) und des organisierten Neonazismus darstellen. Hinzu kam die über einige Jahre andauernde große Präsenz internationaler Größen der extremen Rechten, die deutlich machte, dass die Hofburg zu diesem Anlass auch als Vernetzungsort der europäischen Rechten fungierte. So nahmen in den vergangenen Jahren VertreterInnen von Parteien wie dem Vlaams Belang, Front National, Schweizer Volkspartei oder Pro Köln und Pro NRW an dem Ball teil. Zudem galt der Ball als größtes couleurstudentisches Event im deutschsprachigen Raum, das sich laut Eigenangaben mit 2000-3000 BesucherInnen jährlich rühmte. Trotz bzw. wegen der andauernden Kritik am Ball und seiner Gäste übernahm die Wiener Landesgruppe der FPÖ die Organisation des Balls 2013 und das Event wurde in „Wiener Akademiker-Ball“ umbenannt.

Nach Demonstrationsverboten, nach Platzverweisen und Sperrzonen und nachdem die Proteste 2011 im Rahmen des gegen Massenproteste gerichteten EU-Forschungsprogramms „Godiac“ („Good practice for dialogue and communication as strategic principles for policing political manifestations in Europe”) beobachtet wurden, hätte man eigentlich glauben können, dass die Repression der Polizei nicht mehr zu toppen wäre. Dennoch hat sie 2014 neue Formen angenommen: die gesamte Wiener Innenstadt wurde zur Sperrzone erklärt und in neun Bezirken der Stadt mitten im Winter das Tragen von Hauben und Schals mittels eines Vermummungsverbots untersagt. Ein halbes Jahr saß zudem Josef S. aus Jena in Untersuchungshaft. Ihm wurde auf Basis einer spärlichen Beweislage unter anderem Landfriedensbruch und Rädelsführerschaft im Zuge von Sachbeschädigungen während der Proteste gegen den „Akademikerball“ vorgeworfen. Die Vermutung, dass durch die österreichische Justiz hier ein Exempel gegen das medial und politisch konstruierte Feindbild der (deutschen) „linksextremen Berufsradalierer“ statuiert werden sollte, wurde auch im darauf folgenden Prozess bestätigt.

Im Rahmen einer Präsentation der Neuauflage der Broschüre „Völkische Verbindungen – Beiträge zum deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich“ soll der gesellschaftliche Einfluss von Burschenschaften in Österreich, ihre Geschichte, Brauchtum und psychosoziales Profil nachgezeichnet und die Notwendigkeit, gegen die elitären Männerbünde vorzugehen, aufgezeigt werden. Zudem wird im Vortrag über die bisherigen sowie die geplanten Proteste gegen den „Akademiker-Ball“ 2015 informiert.

https://linksunten.indymedia.org/de/node/129227


13.12.2014 - GÖTTINGEN // Völkische Verbindungen – Beiträge zum deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich

Café Kollektiv Kabale, Geismarlandstr. 19 | 20:00 Uhr

Eine Veranstaltung der Gruppe Gegenstrom mit dem NOWKR Bündnis aus Wien.

Broschürenpräsentation und Mobilisierung gegen den „Akademiker-Ball“ 2015

Im Rahmen einer Präsentation der Neuauflage der Broschüre „Völkische Verbindungen – Beiträge zum deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich“ soll der gesellschaftliche Einfluss von Burschenschaften in Österreich, ihre Geschichte, Brauchtum und psychosoziales Profil nachgezeichnet und die Notwendigkeit, gegen die elitären Männerbünde vorzugehen, aufgezeigt werden. Zudem wird im Vortrag über die bisherigen sowie die geplanten Proteste gegen den „Akademiker-Ball“ 2015 informiert.
60 Mal fand jährlich Ende Jänner/Anfang Februar der inzwischen auch über die Grenzen Österreichs bekannte Burschenschafter-Ball als Ball des Wiener Korporationsrings (WKR), einem Dachverband deutschnationaler, national-liberaler und extrem rechter wiener Burschenschaften, Corps und Landsmannschaften statt, seit 1987 sogar in den Festsälen der Hofburg, einem dem repräsentativsten Gebäuden Österreichs. Die Bedeutung dieses Balls ergab sich jedoch nicht nur dadurch, dass deutschnationale Burschenschaften in Österreich wahrlich kein marginalisiertes gesellschaftliches Randphänomen darstellen, sondern vielmehr ein Verbindungsglied zwischen dem parteiförmigen Rechtsextremismus im Parlament in Form der FPÖ (Freiheitliche Partei Österreich) und des organisierten Neonazismus darstellen. Hinzu kam die über einige Jahre andauernde große Präsenz internationaler Größen des Rechtsextremismus, die deutlich machte, dass die Hofburg zu diesem Anlass auch als Vernetzungsort der europäischen Rechten fungierte. So nahmen in den vergangenen Jahren VertreterInnen von Parteien wie dem Vlaams Belang, Front National, Schweizer Volkspartei oder Pro Köln und Pro NRW an dem Ball teil. Zudem galt der Ball als größtes couleurstudentisches Event im deutschsprachigen Raum, das sich laut Eigenangaben mit 2000-3000 BesucherInnen jährlich rühmte. Trotz bzw. wegen der andauernden Kritik am Ball und seiner Gäste übernahm die Wiener Landesgruppe der FPÖ die Organisation des Balls 2013 und das Event wurde in „Wiener Akademiker-Ball“ umbenannt.
Nach Demonstrationsverboten, nach Platzverweisen und Sperrzonen und nachdem die Proteste 2011 im Rahmen des gegen Massenproteste gerichteten EU-Forschungsprogramms „Godiac“ („Good practice for dialogue and communication as strategic principles for policing political manifestations in Europe”) beobachtet wurden, hätte man eigentlich glauben können, dass die Repression der Polizei nicht mehr zu toppen wäre. Dennoch hat sie 2014 neue Formen angenommen: die gesamte Wiener Innenstadt wurde zur Sperrzone erklärt und in neun Bezirken der Stadt mitten im Winter das Tragen von Hauben und Schals mittels eines Vermummungsverbots untersagt. Ein halbes Jahr saß zudem Josef S. aus Jena in Untersuchungshaft. Ihm wurde auf Basis einer spärlichen Beweislage unter anderem Landfriedensbruch und Rädelsführerschaft im Zuge von Sachbeschädigungen während der Proteste gegen den „Akademikerball“ vorgeworfen. Die Vermutung, dass durch die österreichische Justiz hier ein Exempel gegen das medial und politisch konstruierte Feindbild der (deutschen) „linksextremen Berufsradalierer“ statuiert werden sollte, wurde auch im darauf folgenden Prozess bestätigt.


15.12.2014 - JENA // Völkische Verbindungen – Beiträge zum deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich

Campus Uni Jena (Hörsaal 9) | 19:00 Uhr

Broschürenpräsentation und Mobilisierung gegen den „Akademikerball“ 2015

Sechzig Mal fand jährlich Ende Januar/Anfang Februar der inzwischen auch über die Grenzen Österreichs bekannte Burschenschafter-Ball als Ball des Wiener Korporationsrings (WKR), einem Dachverband deutschnationaler, national-liberaler und extrem rechter Wiener Burschenschaften, Corps und Landsmannschaften statt, seit 1987 sogar in den Festsälen der Hofburg, einem der repräsentativsten Gebäude Österreichs.

Die Bedeutung dieses Balls ergibt sich durch die Funktion der gesellschaftlich durchaus anerkannten Burschenschaften als Bindeglied zwischen dem parteiförmigen Rechtsextremismus in Form der FPÖ (Freiheitliche Partei Österreich) und dem organisierten Neonazismus. Darüber hinaus etablierte sich die Teilnahme verschiedener Ikonen des europäischen Rechtsextremismus, so unter anderem von Parteien wie dem Vlaams Belang, Front National, Schweizer Volkspartei oder Pro Köln und Pro NRW wodurch der Ball zunehmend als Vernetzungsort der europäischen Rechten fungierte. Der Ball, gleichzeitig größtes couleurstudentisches Event im deutschsprachigen Raum, rühmte sich zeitweilig mit 2000-3000 BesucherInnen jährlich. Trotz bzw. wegen der andauernden Kritik am Ball und seiner Gäste übernahm die Wiener Landesgruppe der FPÖ die Organisation des Balls 2013 und das Event wurde in „Wiener Akademiker-Ball“ umbenannt.

Nach massiven Eingriffen in die Versammlungsfreiheit und der 2011 durchgeführten gesonderten Beo-bachtung der antifaschistischen Massenproteste im Rahmen des auf Aufstandsbekämpfung ausgerichteten EU-Forschungsprogramms „Godiac“ („Good practice for dialogue and communication as strategic principles for policing political manifestations in Europe”) hätte man eigentlich glauben können, dass die polizeiliche Repression gegen BallgegnerInnen ihre Grenzen erreicht hätte. Dennoch hat sie 2014 neue Formen angenommen: die gesamte Wiener Innenstadt wurde zur Sperrzone erklärt und in neun Bezirken der Stadt mitten im Winter das Tragen von Hauben und Schals mittels eines Vermummungsverbots untersagt. Ein halbes Jahr saß zudem Josef S. aus Jena in Untersuchungshaft, der letztendlich ohne stichhaltige Beweise wegen Landfriedensbruch in Rädelsführerschaft, schwerer Sachbeschädigung und versuchter schwerer Körperverletzung schuldig gesprochen wurde. Der Prozess bestätigte Vermutungen, dass Josef stellvertretend für alle TeilnehmerInnen der antifaschistischen Gegendemos, insbesondere für das boulevardeske Feindbild der militanten bundesdeutschen „Linksextremen“, als Hauptschuldiger herhalten muss.

Im Rahmen einer Präsentation der Neuauflage der Broschüre „Völkische Verbindungen – Beiträge zum deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich“ sollen der gesellschaftliche Einfluss von Burschenschaften in Österreich, ihre Geschichte, Brauchtum und psychosoziales Profil nachgezeichnet und die Notwendigkeit, gegen die elitären Männerbünde vorzugehen, aufgezeigt werden. Zudem wird im Vortrag über die bisherigen sowie die geplanten Proteste gegen den „Akademikerball“ 2015 informiert.


16.12.2014 - KÖLN // Völkische Verbindungen – Beiträge zum deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich

Asta Café (Universitätsstraße 16b) | 19:00 Uhr

Broschürenpräsentation und Mobilisierung gegen den „Akademiker-Ball“ 2015

Im Rahmen einer Präsentation der Neuauflage der Broschüre „Völkische Verbindungen – Beiträge zum deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich“ soll der gesellschaftliche Einfluss von Burschenschaften in Österreich, ihre Geschichte, Brauchtum und psychosoziales Profil nachgezeichnet und die Notwendigkeit, gegen die elitären Männerbünde vorzugehen, aufgezeigt werden. Zudem wird im Vortrag über die bisherigen sowie die geplanten Proteste gegen den „Akademiker-Ball“ 2015 informiert.
60 Mal fand jährlich Ende Jänner/Anfang Februar der inzwischen auch über die Grenzen Österreichs bekannte Burschenschafter-Ball als Ball des Wiener Korporationsrings (WKR), einem Dachverband deutschnationaler, national-liberaler und extrem rechter wiener Burschenschaften, Corps und Landsmannschaften statt, seit 1987 sogar in den Festsälen der Hofburg, einem dem repräsentativsten Gebäuden Österreichs. Die Bedeutung dieses Balls ergab sich jedoch nicht nur dadurch, dass deutschnationale Burschenschaften in Österreich wahrlich kein marginalisiertes gesellschaftliches Randphänomen darstellen, sondern vielmehr ein Verbindungsglied zwischen dem parteiförmigen Rechtsextremismus im Parlament in Form der FPÖ (Freiheitliche Partei Österreich) und des organisierten Neonazismus darstellen. Hinzu kam die über einige Jahre andauernde große Präsenz internationaler Größen des Rechtsextremismus, die deutlich machte, dass die Hofburg zu diesem Anlass auch als Vernetzungsort der europäischen Rechten fungierte. So nahmen in den vergangenen Jahren VertreterInnen von Parteien wie dem Vlaams Belang, Front National, Schweizer Volkspartei oder Pro Köln und Pro NRW an dem Ball teil. Zudem galt der Ball als größtes couleurstudentisches Event im deutschsprachigen Raum, das sich laut Eigenangaben mit 2000-3000 BesucherInnen jährlich rühmte. Trotz bzw. wegen der andauernden Kritik am Ball und seiner Gäste übernahm die Wiener Landesgruppe der FPÖ die Organisation des Balls 2013 und das Event wurde in „Wiener Akademiker-Ball“ umbenannt.
Nach Demonstrationsverboten, nach Platzverweisen und Sperrzonen und nachdem die Proteste 2011 im Rahmen des gegen Massenproteste gerichteten EU-Forschungsprogramms „Godiac“ („Good practice for dialogue and communication as strategic principles for policing political manifestations in Europe”) beobachtet wurden, hätte man eigentlich glauben können, dass die Repression der Polizei nicht mehr zu toppen wäre. Dennoch hat sie 2014 neue Formen angenommen: die gesamte Wiener Innenstadt wurde zur Sperrzone erklärt und in neun Bezirken der Stadt mitten im Winter das Tragen von Hauben und Schals mittels eines Vermummungsverbots untersagt. Ein halbes Jahr saß zudem Josef S. aus Jena in Untersuchungshaft. Ihm wurde auf Basis einer spärlichen Beweislage unter anderem Landfriedensbruch und Rädelsführerschaft im Zuge von Sachbeschädigungen während der Proteste gegen den „Akademikerball“ vorgeworfen. Die Vermutung, dass durch die österreichische Justiz hier ein Exempel gegen das medial und politisch konstruierte Feindbild der (deutschen) „linksextremen Berufsradalierer“ statuiert werden sollte, wurde auch im darauf folgenden Prozess bestätigt.


19.12.2014 - STEYR // NOWKR Mobiparty @ röda

Am 30. Jänner findet auch 2015 wieder der Wiener Akademikerball (früher WKR Ball) in der Wiener Hofburg statt. Bei diesem Ball handelt es sich nicht um eine harmlose Tanzveranstaltung von Burschenschaften, sondern um ein wichtiges Event der extremen Rechten. Ein Abend an dem sich „National-freiheitliche“, Deutschnationale und offen Rechtsextreme an einem der repräsentativsten Orte in Wien selbst feiern und ihr Kontakte mit Vertreter_innen der europäischen Rechten pflegen.

Der WKR-Ball zeigt klar (ebenso die Wahlergebnisse der FPÖ) wie gesellschaftsfähig und akzeptiert antisemitisches, rassistisches, nationalistisches, sexistisches und homophobes Gedankengut hierzulande ist. Dementsprechend sorgte auch die Polizei in den letzten Jahren für breit gestreute Einschränkungen der Demonstrationsfreiheit, wie einem Vermumungsverbot in neun Wiener Bezirken und einer riesigen Sperrzone rund um die Hofburg. In den Monaten danach erfolgte eine Reihe von Repressionschlägen gegen Antifaschist_innen, wie der Prozess gegen Josef, Hüseyin und andere. Auch dieses Jahr werden wieder tausende gegen den WKR Ball demonstrieren, versuchen ihn zu blockieren und die österreichische Normalität ein Stück zu stören.

Nach dem Vortrag gibts ab 22:00 Uhr Auflegerei mit DJ Mischkonsum.

NOWKR Antifa Mobiparty @ röda


20.12.2014 - JENA // JOSEF ZAHLT NIX! - Solikonzert

Jugendzentrum Hugo (Hugo-Schrade-Straße 51, Winzerla) | ab 20:00 Uhr

Konzert und Soliparty für Josef mit:

//Refpolk (Rap / Hip Hop)
//Daisy Chain (Rap / Hip Hop)
//Rana Esculenta (Hip Hop)
//Radical Hype (Punkrap)
//Kaye von Spoke P Kaye (Rap / Hip Hop)
//No Border Sound System (DJs)
—————————————————————
JOSEF ZAHLT NIX!
Spendenaufruf der Unterstützer*innengruppe für Josef

Unsere Solidarität die könnt ihr haben
Nach seiner Festnahme bei den diesjährigen Protesten gegen den rechtspopulistischen Akademikerball in Wien, saß der Jenaer Antifaschist Josef ein halbes Jahr in Untersuchungshaft. Vorwurf: versuchte schwere Körperverletzung, schwere Sachbeschädigung und Landfriedensbruch in Rädelsführerschaft. Auf Grundlage widersprüchlicher Aussagen eines Zivilpolizisten und insgesamt mangelnder Beweislage wurde ihm quasi alles zur Last gelegt, was bei den Protesten im Januar passiert war. In einem von breiter Öffentlichkeit skandalisierten Prozess, schien die Wiener Justiz offensichtlich an Josef ein Exempel statuieren und mit einer unerwünschten Demonstration abrechnen zu wollen.

Der Prozess geht weiter
Schuldig aber frei, lautete schließlich das Ergebnis des dritten Prozesstages im Juli. Bei einem Strafmaß von 12 Monaten Haft, davon acht bedingt d.h. auf Bewährung ausgesetzt, bedeutete dies zunächst einmal das Ende der sechs monatigen U-Haft und endlich „Freiheit für Josef“. Eine Auge weinte, ein Auge lachte, aber es stand fest: Der Schuldspruch ist absolut inakzeptabel. Unabhängig von der politischen Dimension des Urteils, die mit der Anwendung des Landesfriedensbruch-Paragrafen 274 Ausdruck einer allgemeinen repressiven Entwicklung in Österreich ist, kommen damit neben den Gerichts- und Anwaltskosten, nämlich eventuell auch noch Schadensersatzforderungen auf Josef zu. Die Entscheidung von Josef und seinen Anwält*innen das Urteil in der Berufungsinstanz anzufechten, ist deshalb nicht nur die einzig richtige juristische Reaktion, sondern auch eine notwendige politische Antwort auf die Repression der Wiener Justiz.

Solidarität ist eine Waffe
Der politische Schauprozess in Wien gegen Josef geht also in die nächste Runde. Die Verfahrens- bzw. Anwaltskosten bewegen sich momentan im fünfstelligen Bereich und Josef braucht weiterhin unsere Unterstützung. Deshalb: Ob mit Soli-Partys, Info-Veranstaltungen oder eurer direkten Spenden – Unterstützt Josef in der Berufungsinstanz bei den Prozesskosten und erklärt euch solidarisch! Josef zahlt nix!

Infos, Spenden und Aktuelles zum Fall auf:

http://rotehilfejena.blogsport.de
http://soli2401.blogsport.eu/


27.12.2014 - KLAGENFURT/CELOVEC // Völkische Verbindungen – Beiträge zum deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich

Volxhaus (Südbahngürtel 24) | 17:00 Uhr

60 Mal fand jährlich Ende Jänner/Anfang Februar der inzwischen auch über die Grenzen Österreichs bekannte Burschenschafter-Ball als Ball des Wiener Korporationsrings (WKR), einem Dachverband deutschnationaler, national-liberaler und extrem rechter wiener Burschenschaften, Corps und Landsmannschaften statt, seit 1987 sogar in den Festsälen der Hofburg, einem dem repräsentativsten Gebäuden Österreichs.
Die Bedeutung dieses Balls ergab sich jedoch nicht nur dadurch, dass deutschnationale Burschenschaften in Österreich wahrlich kein marginalisiertes gesellschaftliches Randphänomen darstellen, sondern vielmehr ein Verbindungsglied zwischen dem parteiförmigen Rechtsextremismus im Parlament in Form der FPÖ (Freiheitliche Partei Österreich) und des organisierten Neonazismus darstellen. Hinzu kam die über einige Jahre andauernde große Präsenz internationaler Größen des Rechtsextremismus, die deutlich machte, dass die Hofburg zu diesem Anlass auch als Vernetzungsort der europäischen Rechten fungierte. So nahmen in den vergangenen Jahren VertreterInnen von Parteien wie dem Vlaams Belang, Front National, Schweizer Volkspartei oder Pro Köln und Pro NRW an dem Ball teil. Zudem galt der Ball als größtes couleurstudentisches Event im deutschsprachigen Raum, das sich laut Eigenangaben mit 2000-3000 BesucherInnen jährlich rühmte.
Trotz bzw. wegen der andauernden Kritik am Ball und seiner Gäste übernahm die Wiener Landesgruppe der FPÖ die Organisation des Balls 2013 und das Event wurde in „Wiener Akademiker-Ball“ umbenannt.

Nach Demonstrationsverboten, nach Platzverweisen und Sperrzonen und nachdem die Proteste 2011 im Rahmen des gegen Massenproteste gerichteten EU-Forschungsprogramms „Godiac“ („Good practice for dialogue and communication as strategic principles for policing political manifestations in Europe”) beobachtet wurden, hätte man eigentlich glauben können, dass die Repression der Polizei nicht mehr zu toppen wäre. Dennoch hat sie 2014 neue Formen angenommen: die gesamte Wiener Innenstadt wurde zur Sperrzone erklärt und in neun Bezirken der Stadt mitten im Winter das Tragen von Hauben und Schals mittels eines Vermummungsverbots untersagt. Ein halbes Jahr saß zudem Josef S. aus Jena in Untersuchungshaft. Ihm wurde auf Basis einer spärlichen Beweislage unter anderem Landfriedensbruch und Rädelsführerschaft im Zuge von Sachbeschädigungen während der Proteste gegen den „Akademikerball“ vorgeworfen. Die Vermutung, dass durch die österreichische Justiz hier ein Exempel gegen das medial und politisch konstruierte Feindbild der (deutschen) „linksextremen Berufsradalierer“ statuiert werden sollte, wurde auch im darauf folgenden Prozess bestätigt.

Im Rahmen einer Präsentation der Neuauflage der Broschüre „Völkische Verbindungen – Beiträge zum deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich“ soll der gesellschaftliche Einfluss von Burschenschaften in Österreich, ihre Geschichte, Brauchtum und psychosoziales Profil nachgezeichnet und die Notwendigkeit, gegen die elitären Männerbünde vorzugehen, aufgezeigt werden. Zudem wird im Vortrag über die bisherigen sowie die geplanten Proteste gegen den „Akademiker-Ball“ 2015 informiert.

http://aantifakoroska.blogsport.de/2014/12/04/nowkr-voelkische-verbindungen-beitraege-zum-deutschnationalen-korporationsunwesen-in-oesterreich/


29.12.2014 - WOLFSBERG // Anteaters against Burschis - Vortrag & Infoabend

Container25, Hattendorf | 20:00 Uhr

Ein paar Tage nach der großen Anteaters Fete am 23.12., geht’s bei uns mit einem inhaltlichen Höhepunkt weiter. Am 29.12. wird es im Container einen Infoabend zu den Themen Völkische Verbindungen, Rechtsextremismus und antifaschistische Proteste geben.

Diese Veranstaltung ist uns insbesondere in Vorbereitung auf den Jänner ein Anliegen, wo in Graz und Wien, jeweils ein sogenannter „Akademikerball“ stattfinden wird. Deshalb soll dieser Abend u.a. dazu beitragen, konkret über diese Bälle zu informieren und für die antifaschistischen Proteste, die gegen diese Bälle stattfinden werden, zu mobilisieren.

Worum geht‘s?

Vortrag zu Völkischen Verbindungen & deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich

60 Mal fand jährlich Ende Jänner/Anfang Februar der inzwischen auch über die Grenzen Österreichs bekannte Burschenschafter-Ball als Ball des Wiener Korporationsrings (WKR), einem Dachverband deutschnationaler, national-liberaler und extrem rechter wiener Burschenschaften, Corps und Landsmannschaften statt, seit 1987 sogar in den Festsälen der Hofburg, einem dem repräsentativsten Gebäuden Österreichs.
Die Bedeutung dieses Balls ergab sich jedoch nicht nur dadurch, dass deutschnationale Burschenschaften in Österreich wahrlich kein marginalisiertes gesellschaftliches Randphänomen darstellen, sondern vielmehr ein Verbindungsglied zwischen dem parteiförmigen Rechtsextremismus im Parlament in Form der FPÖ (Freiheitliche Partei Österreich) und des organisierten Neonazismus darstellen. Hinzu kam die über einige Jahre andauernde große Präsenz internationaler Größen des Rechtsextremismus am Ball. Trotz bzw. wegen der andauernden Kritik am Ball und seiner Gäste übernahm die Wiener Landesgruppe der FPÖ die Organisation des Balls 2013 und das Event wurde in „Wiener Akademiker-Ball“ umbenannt.
Nach Demonstrationsverboten, nach Platzverweisen und Sperrzonen hätte man eigentlich glauben können, dass die Repression der Polizei nicht mehr zu toppen wäre. Dennoch hat sie 2014 neue Formen angenommen: die gesamte Wiener Innenstadt wurde zur Sperrzone erklärt und in neun Bezirken der Stadt mitten im Winter das Tragen von Hauben und Schals mittels eines Vermummungsverbots untersagt. Zudem saß Josef S. aus Jena ein halbes Jahr in Untersuchungshaft, weil ihm Landfriedensbruch und Rädelsführerschaft im Zuge von Sachbeschädigungen während der Proteste gegen den „Akademikerball“ vorgeworfen wurde.

Im Rahmen einer Präsentation der Neuauflage der Broschüre „Völkische Verbindungen – Beiträge zum deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich“ soll an diesem Abend der gesellschaftliche Einfluss von Burschenschaften in Österreich, ihre Geschichte, Brauchtum und psychosoziales Profil nachgezeichnet und die Notwendigkeit, gegen die elitären Männerbünde vorzugehen, aufgezeigt werden. Zudem wird im Vortrag über die bisherigen sowie die geplanten Proteste gegen den „Akademiker-Ball“ 2015 in Wien informiert.
Über den Vortrag hinaus wird es auch aktuelle Informationen zum Akademikerball in Graz sowie zu den geplanten Protesten dagegen geben.

https://www.facebook.com/events/721898077906995


08.01.2015 - HANNOVER // Wien und Wahnsinn – Das Schrecklichste und Grauenhafteste aus 25 Jahren „Extremismus & Demokratie“

UJZ Korn (Kornstraße 28-32) | 20:00 Uhr

Wir laden wieder ein zu einem gemütlichen Abend mit stilvollen Getränken, Propaganda für die Proteste gegen den Akademikerball und einer spannenden, unterhaltenden Lesung. Im Kontext einer erstarkenden europäischen Rechten wollen wir uns der herrschenden Ideologie zur Gleichsetzung von menschenfeindlicher Gewalt und emanzipatorischen Protesten widmen. Unser Referent, ein ausgewiesener Experte der Extremismus-Theorie, wird deshalb aus den Jahrbüchern „Extremismus & Demokratie“ lesen: Seit 1989 geben Uwe Backes und Eckhard Jesse die Jahrbücher „Extremismus & Demokratie“ heraus, die mittlerweile mehr als 10.000 Buchseiten umfassen. Auf den ersten Blick wecken die Jahrbücher den Verdacht alle Vorbehalte gegen die Extremismus-„Theorie“, zu bestätigen. Auf den zweiten Blick verfestigt sich dieser Eindruck, auf den dritten wird er zur Gewissheit. Die Bestätigung geschieht teils überraschend ungeschminkt, manchmal versteckt, stellenweise durchaus humorvoll – doch trotzdem ist die Lektüre vor allem eins: schrecklich und grauenhaft.

Eine Veranstaltungsreihe von Fast Forward Hannover in Zusammenarbeit mit der Sachbearbeiterstelle Antikapitalismus des AStA der Uni Hannover.

http://www.fastforwardhannover.net/event/wien-und-wahnsinn-das-schrecklichste-und-grauenhafteste-aus-25-jahren-extremismus-demokratie/


09.01.2015 - WIEN // 'Wir tanzen nicht, wir eskalieren!' NOWKR-Mobiparty

EKH (Wielandgasse 2-4) | 21:00 Uhr

Mit großer Freude möchten wir euch zur großen NOWKR-Mobiparty am Freitag, den 9. Jänner einladen:
Zu den Klängen und Bässen diverser Acts möchten wir im EKH eskalieren!

▼LevBro
https://soundcloud.com/lev-bro/fight-repression-solitrack

Die Party soll den Auftakt zum Endspurt gegen den 3. Wiener Akademikerball bieten.

Wie immer gibt es alle möglichen Infomaterialien sowie eine Cocktailbar.

Eskalationskonsens

❱ „Wir tanzen nicht, wir eskalieren“ versteht sich als Aktionsbündnis gegen bürgerliche Langeweile und die Tristess des Alltags.

❱ Dafür setzen wir auf unterschiedliche Tanzformen. Wenn es uns politisch richtig/wichtig erscheint, rufen wir zum breiten Konsum von Rauschmitteln, bunten Pillen und anderen kreativen Substanzen auf. Dafür setzen wir unsere Körper als Mittel des zivilen Ungehorsams ein, von uns wird dabei die komplette Eskalation ausgehen.

❱ Die Party soll für alle transparent und offen sein. Verschiedene Bezugsgruppen sollten sich gezielt auf die Party praktisch und rechtlich vorbereiten. Das kann in Form von Vortrinken im kleineren Rahmen oder bei einem öffentlichem Umtrunk geschehen.

❱ Wir erklären uns solidarisch mit allen, die gemeinsam mit uns gegen Nazis auf die Tanzfläche gehen. Es versteht sich von selbst, dass dabei rassistisches, sexistisches, antisemitisches, homophobes oder anderes übergriffiges Verhalten keinen Platz hat und nicht geduldet wird.

❱ Wir rufen alle Organisationen, Parteien, Initiativen und Aktivist_innen, die sich als antifaschistisch verstehen, dazu auf, sich an unserer Party zu beteiligen, den Burschis im Jänner die Tanzfläche der Hofburg streitig zu machen und ihnen dabei das linke Tanzbein zu stellen!

Alerta dance!

Acts: t.b.a.

https://www.facebook.com/events/1385951855033637


10.01.2015 - LINZ // BACK IN BLACK - Den Burschenbundball verunmöglichen!

Am Samstag, den 10 Jänner, findet der Linzer Burschenbundball statt. Dieser stellt neben dem Wiener Akademikerball ein weiteres wichtiges Event für die extreme Rechte Österreichs dar. Bereits im vierten Jahr in Folge finden auch heuer wieder antifaschistische Proteste statt.

Egal ob Linz, Graz oder Wien, Burschis wo auch immer sie auftreten das linke Tanzbein stellen!

Letztes Jahr ist es im Vorhinein und schließlich am Rand der Demonstration von “Linz gegen Rechts” zu unsolidarischem Verhalten dem antinationalen Block gegenüber gekommen. Wir wollen die Ereignisse von 2014 nicht unkommentiert lassen:

Nachdem bereits 2012 und 2013 vom autonom-antifaschistischen “Linzer Arbeitskreis gegen das Korporationsunwesen” (http://antifa.servus.at/) gegen den Burschenbundball mobilisiert wurde, gründete sich 2014 das Bündnis “Linz gegen Rechts”. Dieser Schritt stellte sich als klare Abgrenzung zum bereits bestehenden Bündnis heraus und gipfelte am 8. Februar 2014 im Demo-Rauswurf des antinationalen Blocks. In Bezugnahme auf die „Ausschreitungen“, bei den eine Woche zuvor stattgefundenen WKR Protesten, war es sich „Linz gegen Rechts“ nicht schade genug wiederholt zu betonten, dass es bei ihnen friedlich zu bleiben habe. Dafür sorgten schließlich dutzende Demoordner_innen von “Linz gegen Rechts” indem sie den antinationalen Block bzw. schwarz gekleidete Antifaschist_innen vom Rest der Demo isolierten und abdrängten. Die Polizei konnte sich somit ganz darauf konzentrieren mit Zivilbeamt_innen die Antifaschist_innen im antinationalen Block ausgiebig zu filmen und fotografieren. Damit nicht genug, zog schließlich eine Kette Ordner_innen klar die Grenze zwischen den „guten“ und der „bösen“ Teilnehmenden und kommunizierte an die Polizei, dass die Leute hinter der Order_innenkette nicht mehr zur Demo gehören.

So wurde bereits im Vorfeld, auf den Zug einer von FPÖ und Boulevardmedien angeheizten Pseudo-Gewaltdebatte aufgesprungen, um eine klare Trennlinie zwischen dem “guten” Antifaschismus von “Linz gegen Rechts” und dem “bösen” Antifaschismus des antinationalen Blocks zu ziehen.
Eine ausführlicher Nachbericht und Kritik am Bündnis “Linz gegen Rechts” findet sich auf: https://linksunten.indymedia.org/de/node/105750.

Nichts desto trotz steht außer Frage, dass sich Burschis, wo auch immer sie auftreten, in den Weg gestellt werden muss. Wir bleiben kritisch solidarisch! Wir lassen uns nicht spalten!
Darum, am 10. Jänner nach Linz, den Burschenbundball verunmöglichen!
Weitere Informationen zur Demo: http://linz-gegen-rechts.at/demo-no-pasaran-wir-weichen-nicht-zurueck-nein-zum-burschenbundball/

Back in Black!
Für ein Ende der Gewalt!


13.01.2015 - LEIPZIG // Homophobie und Sexismus in Männerbünden

Raum NSG 102, Neues Seminargebäude, Uni Leipzig (Hauptcampus) | 19:00 Uhr

Die meisten Studentenverbindungen sind Männerbünde. Ihre moderne Form entstand zu Beginn des neunzehnten Jahrhunderts, als der einheitliche Nationalstaat und die bürgerliche (Geschlechter-)Ordnung durchgesetzt wurden. Wehrhaftigkeit, Mut, Aufopferungsbereitschaft für das nationale Kollektiv und nicht zuletzt Triebbeherrschung und Unterordnung – Studentenverbindungen hatten immer eine ziemlich genaue Vorstellung davon, wie Männlichkeit zu sein habe und wozu Männer bereit sein müssten. Dies ist jedoch nur durch den Ausschluss von Weiblichkeit und der Abwertung von weiblichen Attributen zu haben: Homophobie und Sexismus stellen daher zwei Kernbestandteile männerbündischer Idealvorstellung dar. Im Vortrag soll eine einführende Annäherung an die politischen und psychologischen Grundlagen des Männerbundes vorgenommen und dieser in einen gesellschaftlichen Kontext eingeordnet werden.
Dazu haben wir die Gruppe sub*way aus Göttingen eingeladen. http://subwayonline.wordpress.com/

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Referat für Gleichstellungs- und Lebensweisenpolitik (RGL) des StuRa der Uni Leipzig und der Gruppe Prisma Leipzig -Interventionistische Linke statt. Beachtet bitte auch, dass es bei der Veranstaltung die Möglichkeit geben wird, Bustickets für die Gegenaktivitäten zum WKR-Ball (30. Januar) zu kaufen.


15.01.2015 - WIEN // Veranstaltungsreihe (autonome antifa w) - Offensiv, autonom, militant – wie die Antifa entstand

NIG HS III | 19:00 Uhr

Vortrag und Diskussion mit Bernd Langer

„Schwerste Krawalle in Frankfurt“ titelten die Medien nach dem 17. Juni 1978. Militante hatte aus einer Antifa-Demonstration heraus Polizeiabsperrungen vor dem Rathaus angegriffen, um das NPD-„Deutschlandtreffen“ zu verhindern. 1979 und 1980 folgten die „Rock gegen Rechts“-Konzerte mit mehr als 40 000 Menschen. Die NPD gab ihr Treffen danach auf. In der BRD entstand zu dieser Zeit eine neue antifaschistische Bewegung. Eine führende Rolle spielten bald Autonome, von denen einige versuchten, den Widerstand zu koordinieren. Sie propagierten einen Antifaschismus, den sie als Kampf gegen das „imperialistische System“ verstanden. Legendäre Straßenschlachten wie am 1.10.1983 in Fallingbostel oder die Unruhen nach dem Tod von Günter Sare am 28.9.1985 in Frankfurt am Main, Kommando-Militanz und Bündnisaktionen gehörten zu den Konzepten, die schließlich in der heutigen Antifa-Bewegung mündeten.

Eine detaillierte Beschreibung dieser Entwicklung und eine Analyse der Ansätze von damals bis heute.

Facebook: https://www.facebook.com/events/1500824240191354/


15.01.2015 - LEIPZIG // Der Fall Josef S. - Kriminalisierung von Antifaschismus

Hörsaal 12, Universität Leipzig (Hauptcampus) | 19:00 Uhr

Der Fall Josef: Von der Demo für sechs Monate in den Knast

Nach seiner Festnahme bei den letztjährigen Protesten gegen den Akademikerball in Wien saß der Jenaer Antifaschist Josef ein halbes Jahr in U-Haft. Vorwurf: versuchte schwere Körperverletzung, schwere Sachbeschädigung und Landfriedensbruch in Rädelsführerschaft. Auf Grundlage mangelnder Beweislage und widersprüchlicher Aussagen eines Zivilpolizisten erklärte ihn die Österreichische Justiz im Juli in allen Anklagepunkten für schuldig.

Unser Fazit: Getroffen hat es einen, doch gemeint sind wir alle! Wir möchten deshalb genauer über den politischen Schauprozess in Wien berichten, über Hintergründe von Josefs Festnahme informieren und anhand unserer Erfahrungen über Perspektiven und Fallstricke von Antirepressionsarbeit diskutieren.

Dazu eingeladen haben wir die Unterstützer*innengruppe für Josef aus Jena. http://soli2401.blogsport.eu/

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Antirassismus-Referat des StuRa der Uni Leipzig sowie der Gruppe Prisma Leipzig – Interventionistische Linke statt. Beachtet bitte auch, dass es bei der Veranstaltung die Möglichkeit geben wird, Bustickets für die Gegenaktivitäten zum WKR-Ball (30. Januar) zu kaufen.


16.01.2015 - WIEN // Aktionstraining mit S4A: Wir stellen uns quer! – aber wie? (Interventionistische Linke Wien)

WuK, Währingerstraße 59 | 16:00 Uhr

Für den 30.1. rufen verschiedene Gruppen zur Blockade des FPÖ-Burschenschafterballs in der Hofburg auf. Mittels Massenblockaden soll der Weg in den Ballsaal für die Korporierten versperrt werden. Doch was heißt das eigentlich? Wen und was soll ich auf eine Blockadeaktion mitnehmen? Wie verhalte ich mich, wenn die Polizei kommt? Wie komme ich überhaupt zum Blockadepunkt?

All das und viel mehr wollen wir gemeinsam mit euch besprechen und vor allem auch praktisch trainieren. So können wir Befürchtungen abbauen und dafür sorgen, dass sich an dieser Aktion des Zivilen Ungehorsams wirklich alle beteiligen können, die Lust dazu haben. Kommt vorbei, bringt ein bisschen Zeit und eure Lieblingsbezugsgruppe (zur Einführung gibt es den Bezugsgruppenreader) mit! Wir sehen uns auf der Blockade!

WICHTIG: Bitte nehmt euch für die ganze Dauer des Trainings Zeit; später zu kommen oder früher zu gehen, ist in diesem Fall wenig sinnvoll!

Aktionstraining “Blocken & Fließen”
Dauer: 4-5 Stunden (mit Pausen). Achtung! Nehmt euch bitte für die gesamte Dauer des Trainings Zeit! Ein späteres Dazustoßen oder früheres Gehen ist nicht sinnvoll!

Massenblockaden haben seit der Mobilisierung gegen den G8 Gipfel in Heiligendamm 2007 wieder Eingang in das Aktionsspektrum sozialer Bewegungen gefunden. Auch in Österreich gab es in den vergangen Jahren Versuche diese Aktionsform aufzugreifen. Der Vorteil von Aktionen im Rahmen des Zivilen Ungehorsams gegenüber anderen Protestformen liegt auf der Hand: sie ermöglichen es, dass sich möglichst viele Menschen auf einer möglichst niederschwelligen Ebene an Direkten Aktionen beteiligen, wirken also inklusiv statt exklusiv und animieren somit zum Handeln.
Das moderierte Training soll dazu dienen Erfahrungen auszutauschen, individuelle und kollektive Handlungsfähigkeit durch Übungen zu erhöhen, Befürchtungen abzubauen und Neues zu lernen. Grundlegende Inhalte der Trainings sind: Umgang mit Ängsten, Überlegungen zu Zivilem Ungehorsam, Bezugsgruppen als Basis von Aktionen, Entscheidungsfindung in Bezugsgruppen und zwischen Bezugsgruppen, Blockadetechniken und ein einführender Umgang mit Repression.

Das Aktionstraining findet in Kooperation mit „Skills for Action“ (www.skills-for-action.de) dem deutschsprachigen Netzwerk bewegungsorientierter AktionstrainerInnen statt.

http://www.interventionistische-linke.at/termin/oeffentliches-aktionstraining-der-il-wien/


17.01.2015 - GRAZ // Aufruf zum Antinationalen Block gegen den Grazer Akademikerball

Graz, Südtiroler-Platz | 17:00 Uhr

Von https://linksunten.indymedia.org/de/node/131288

Gegen den Akademikerball in Graz! – Am 17.1.2015 werden sich in den Räumlichkeiten des Congress Graz schlagende, deutschnationale Burschenschafter, FPÖer*innen und ähnliche Gestalten aus dem Gruselkabinett reaktionärer Ideologien zusammenrotten, um sich im nationalen Fieber die Kante zu geben und das Tanzbein zu schwingen. Natürlich ist diese Veranstaltung kein einfacher Ball, sondern vielmehr ein Treffen der rechtsextremen Avantgarde Österreichs.

Es gibt genügend Gründe diesen Ball und seine Veranstalter*innen zu kritisieren. Schlagworte wie „(Deutsch-)Nationalismus“, „Sexismus“, „Rassismus“, „Antisemitismus“ findet man in jedem Flugblatt gegen diese oder ähnliche Veranstaltungen. Es wirkt dabei oft so, als ob diese Ideologien und Inhalte Phänomene kleiner elitärer Kreise wären und so gar nichts mit dem Rest der Gesellschaft zu tun hätten. Diesen Schluss halten wir aber für falsch. Die Kritik an Burschenschaften und Rechtsextremen muss auch eine Kritik der bestehenden kapitalistischen Gesellschaftsordnung sein. Der (Deutsch-) Nationalismus, der in diesem Milieu seinen konkreten Ausdruck findet, muss als Basisideologie bürgerlicher Staaten verstanden und als solcher kritisiert und angegriffen werden.

Diese „nationalen“ Identitäten konstruieren sich in erster Linie durch das sich Abgrenzen, und ausgrenzen vom vermeintlich „Fremden“.

Im ständigen Konkurrenzkampf und dem Ringen um Verwertbarkeit flüchten sich Bürger*innen gerne in das Kollektiv des Volkes und der Nation, von welchem sie sich eine Sicherung ihrer Interessen erwarten.

Dem ist aber nicht so, vielmehr gehen Staat und Kapital eine Beziehung ein, in welcher der Staat die kapitalistische Produktion organisiert und diese in allen Bereichen des Lebens exekutiert. Staat, Nation und Kapital können nie Garant für ein schönes Leben ALLER Menschen sein.

Der Widerstand und Kampf gegen diese reaktionären Ideologien muss also als antikapitalistischer Kampf geführt werden. Wenn wir am 17. Jänner gegen Burschenschafter demonstrieren müssen auch die bestehenden Verhältnisse Gegenstand der Kritik sein.

Kommt am 17.1.2015 nach Graz, schließt euch dem anti-nationalen Block der Demo an.

-autonome Gruppe(n) Graz-


17.01.2015 - BRATISLAVA // BERMUDA TRIANGLE FEST

U Očka, Karpatská 3 | 18:00

(Czech-Slovak-Austrian DIY hc/punk conspiracy)

„Punk, you know, that’s not about those bands, it’s not about those records, the image… it’s about us visiting each other!“ (Strapaty)

Three biggest towns in the region. But the communication mysteriously seems to be failing. At least when it comes to DIY hc/punk. Three shows, each time per three bands from the remaining two towns. Fucking arithmetics. Beneficial for the Czech Anarchist Black Cross (www.anarchistblackcross.cz). Pack your sleeping bag and visit your neighbours!

– common vegan dinner – bring something too!
– info-speech about antifascist protests against the WKR ball in Vienna (www.nowkr.at)
– exhibition of Bratislava hc/punk gig posters

DETERMINATION (Wien), MACGYVER (Brno), INDOCTRINATE (Wien), BRÜNNER TODESMARSCH (Brno), ABSORBER (Wien), KULLERVO (Brno)

http://anarchistblackcross.cz/?p=1797


20.01.2015 - WIEN // AntifaCafé - Rechtshilfeworkshop

Das Bäckerei (Tannengasse 1) | 19:00 Uhr

In knapp zwei Wochen stehen wieder die Demonstrationen und Blockaden gegen den Wiener Akademikerball an. Bereits in den vergangenen Jahren wurden unsere entschlossenen Proteste mit Repression beantwortet. Darauf werden wir vorbereitet sein und laden deshalb zu einem Rechtshilfeworkshop in das Bäckerei ein: Der Schwerpunkt wird dabei auf Versammlungsrecht, Blockaden, Anhaltung/Festnahme und den Grenzen dessen was die Polizei darf liegen. Fragen wie „Wann darf die Polizei meine Tasche durchsuchen?“, „Welche Festnahmegründe gibt es?“, „Wie verhalte ich mich bei einem Verhör?“ oder „Was mache ich, wenn ich einen blauen Brief (Strafverfügung) im Postkasten habe?“ werden wir gemeinsam beantworten und auch auf die beiden neuen Lieblingsparagraphen der Polizei – der Landfriedensbruch sowie Störung einer nicht untersagten Versammlung wird eingegangen. Natürlich wird es auch ausreichend Raum für offene Fragen geben!

https://www.facebook.com/events/565490336921182/


20.01.2015 - LEIPZIG // Rechts offen & recht oft besoffen – Eine Einführung in die Verbindungskritik

Universität Leipzig (Augustusplatz 10, 04109 Leipzig) | 19:00 Uhr

Im Gegensatz zu den kleinen traditionsreichen Universitätsstädten im Westen sind Studentenverbindungen im Osten eher unauffällig. Doch es gab sie bereits in der DDR, wo sie in den 1980-er Jahren wiedergegründet wurden und einen halblegalen Charakter hatten. Nach 1990 expandierten westdeutsche Studentenverbindungen nach Osten und gründeten hier Ableger. Heute gibt es an allen ostdeutschen Hochschulstandorten mehrere Korporationen. Auch in Leipzig gibt es 13 Studentenverbindungen, eine Damen- und eine Schülerverbindung.
Verbindungen werden häufig wegen ihrer Rechtslastigkeit kritisiert. Zu Recht? Und wie sieht es mit weiteren Kritikpunkten aus? Der Vortrag stellt eine Einführung in die Kritik des Prinzips Studentenverbindung dar. Dabei wird zwischen den Arten der Studentenverbindungen differenziert, ebenso aber auch auf fehlende Abgrenzungen hingewiesen.


22.01.2015 - WIEN // Veranstaltungsreihe (autonome antifa w) - Recht, Gewalt und Krise - Zur Kritik der Politik

NIG HS III | 20:00 Uhr

Vortrag und Diskussion mit Alex Gruber

Laut Adorno ist das Recht das „Urphänomen rationaler Irrationalität“. Der junge Hegel schrieb, dass der Staat „freie Menschen als mechanisches Räderwerk“ behandeln muss und deshalb aufhören soll zu existieren. Solche Staatskritik scheint heutzutage undenkbar: Auch wenn die Mäkelei über den bürgerfernen und abgehobenen Staat zum Repertoire der Wutbürger jeglicher Couleur gehört, so stellt diese doch zugleich stets das Einklagen von eigentlicher oder wahrer Staatlichkeit dar. Spätestens seit der Krise von 2008 hat der Staat ein Comeback erlebt, in dem schon einmal ein Josef Ackermann der Verstaatlichung von Banken etwas abgewinnen konnte. Auch regionalistische Bestrebungen wie etwa jene der Katalanen, die sich von der Schaffung eines „eigenen“ Staates den Schlüssel zur Lösung der Krise erhoffen, wären in diesem Zusammenhang zu nennen. Gleichzeitig ist ein immer stärker werdendes Ressentiment gegen rechtsstaatliche Vermittlungen zu konstatieren und repräsentative Demokratie gilt zusehends als Instrument derer „da oben“, die sich gegen den „kleinen Mann“ verschworen hätten. Die rechtliche sowie institutionelle Einhegung der souveränen Gewalt scheint zusehends als Hemmschuh zu gelten für die erstrebte Identität von Volk und Staat – wie sich etwa in der Renaissance des Begriffs des Politischen zeigt, der auf Carl Schmitt zurückgehend die Vermittlungen kassieren und dem allgemeinen Willen unmittelbar zum Ausdruck verhelfen möchte: über die Feindbestimmung. Was dieser allgemeine Wille ist, wie er sich im Recht vermittelt und was die Abschaffung der – nicht nur rechtlichen – Vermittlungen bedeutet, darum soll es in diesem Vortrag gehen.

Facebook: https://www.facebook.com/events/1561629060737658/

Audiomitschnitt:



22.01.2015 - DRESDEN // Infoveranstaltung zu Protesten gegen den Wiener Akademikerball

kosmotique | 20:00 Uhr

Am 30. Januar 2015 findet zum dritten Mal der Wiener Akademikerball (früher Wiener Korporations-Ball, kurz: WKR), in den repräsentativen Räumlichkeiten der Wiener Hofburg, statt. Ort und Veranstalterin des Balls, die Wiener Landesgruppe der FPÖ, geben Auskunft darüber, wie gesellschaftsfähig Burschenschafter und ihre ideologischen Versatzstücke wie Antisemitismus, Sexismus, Männerbündelei, Homophobie und Rassismus in Österreich sind. (dem Aufruf des NOWKR Bündnisses entnommen)
Seit 2008 gibt es Widerstand gegen den Wiener Akademikerball, vor 3 Jahren gründete sich das Bündnis NOWKR und auch Ende Januar diesen Jahres sind Gegenproteste geplant. In der Veranstaltung soll es aber nicht nur um Informationen zu den diesjährigen Protesten gehen, sondern auch erklärt werden was der WKR Ball ist, welche Formen des Protests in den letzten Jahren möglich waren, sowie Hintergründe über das Korporationswesen und die extreme Rechte in Österreich liefern. Am Dienstag, also zwei Tage zuvor, wird es im AZ-Conni eine Dokumentation über die radikale rechte Szene in Österreich geben. Der Film startet 20.30 Uhr, dazu gibt’s Küfa und die rote Hilfe Sprechstunde.


23.01.2015 - WIEN // „Wenn der Mistkübel fällt“ - Wie umgehen mit Repression? ANTIREPRESSIONS- UND DEMOWORKSHOP

FV GEWI, Campus / Altes AKH, Hof 2, hinter C1 Hörsaal | 19:00 Uhr

Workshop zur Vorbereitung auf Gefahren rund um die nowkr-Proteste

Dauer: ca. 2 Stunden – Anschließend gemütlicher Ausklang.

Bald ein Jahr ist es nun her, dass ein Genosse bei den nowkr-Protesten in monatelange U-Haft genommen wurde und unzählige Festnahmen und Anzeigen gegen AntifaschistInnen erstattet wurden. Die Ereignisse des
Februar 2014 sind aber nicht lediglich ein „Justizskandal“ (Robert Misik) – also die problematische Ausnahme einer eigentlich sinnvoll eingerichteten Normalität, sondern reihen sich als Durchsetzung bürgerlicher Regeln in eine repressive alltägliche Praxis ein.

So wissen linke Aktivist_innen nicht nur in Wien schon lange, dass Anzeigen, Festnahmen und auch Haft meist zwar nur „einige“ treffen, aber als Gefahr ständig über allen schweben, die diese Verhältnisse überwinden wollen – oder dessen verdächtigt werden. Oft haben viele
von uns vor Aktionen das mulmige Gefühl im Bauch, es könnte heute gute Freund_innen oder einen selbst treffen.

Der Workshop soll dem auf ganz konkrete und offene Weise begegnen.Welche Gefahren birgt die Teilnahme an einer Demonstration/Aktion/Blockade? Welche Möglichkeiten und Strategien gibt es für einen solidarischen Umgang untereinander es gegenüber
Polizeiübergriffen?

Ein erster Input wird die Vorbereitung auf eine Demonstration/Aktion behandeln. Wie funktionieren eigentlich Bezugsgruppen? Was kann ich tun, wenn Leute in meiner Nähe aufgehalten, gestoßen oder festgenommen werden? Was sollte ich auf eine Demonstration mitnehmen, was besser
zuhause lassen?

Im weiteren soll darüber gesprochen werden, was bei einer Festnahme zu erwarten ist und wie damit umgegangen werden kann. Das Sprechen darüber kann helfen, mit Ängsten umzugehen, und auf mögliche Extremsituationen vorbereitet zu sein. Damit soll ein Wissens- und Erfahrungsaustausch ermöglicht werden, der den Fokus auf einen gemeinsamen, solidarischen Umgang mit den uns begegnenden Gefahren legt.

Im Workshop geht es um Möglichkeiten im Umgang mit Repression auf einer sehr praktischen Ebene. Wer eine detaillierte Klärung juristischer Fragen erwartet, wird enttäuscht werden.

https://www.facebook.com/events/491213677687882


23.01.2015 - WIEN // WTF?! - FÜR EINEN ANTIRASSISTISCHEN UND ANTISEXISTISCHEN NORMALZUSTAND!

fluc | ab 21:00 Uhr

Grenzen dicht machen und Geflüchtete abschieben? WTF?!
Antisemitische, rassistische, sexistische und homophobe Kackscheiße everywhere? WTF?!
Kriminalisierung von Antifaschismus? WTF?!
Rechtsextreme in Hofburg, Parlament und überhaupt? WTF?!

Eine Woche bevor deutschnationale Burschenschaften und FPÖ schon wieder zu ihrem ach so unpolitischen Ball in die Hofburg einladen, feiern wir einen politischen Ball. Einen Ball, der dazu aufruft, sich der Allgegenwart und Salonfähigkeit des Antisemitismus entgegenzustellen; etwas gegen die rassistische Asylpolitik und Illegalisierung von Menschen zu tun; laut zu bleiben, solange Attacken auf Asylunterkünfte als Stammtischspäße und Morddrohungen als Meinungsäußerung durchgehen; sich dagegen zu wehren, dass Herkunft, Geschlecht oder sexuelle Orientierung nach wie vor unterschiedliche Realitäten der Angst-, Entscheidungs- und Bewegungsfreiheit schaffen.
Und nicht zuletzt möchten wir möglichst viele Menschen motivieren, sich am 30. Jänner in unterschiedlicher Weise an den Protesten gegen den Wiener Akademikerball zu beteiligen.

Mehr Infos: http://www.wtfball.at/


24.01.2015 - BRNO // BERMUDA TRIANGLE FEST

Yacht, Kolejní 6 | 18:00

(Czech-Slovak-Austrian DIY hc/punk conspiracy)

„Punk, you know, that’s not about those bands, it’s not about those records, the image… it’s about us visiting each other!“ (Strapaty)

– common vegan dinner – bring something too!
– info-speech about antifascist protests against the WKR ball in Vienna (www.nowkr.at)
– info-speech from the Czech Antifascist Action (www.antifa.cz)
– info-speech from Justýna advisory centre (www.in-ius.cz)

Show start: 20.00
*BETON (Bratislava), DETERMINATION (Wien), ADACTA (Bratislava), INDOCTRINATE (Wien), LUTRA (Bratislava), ABSORBER (Wien)*

http://anarchistblackcross.cz/?p=1797


26.01.2015 - WIEN // FrauenLesbenspezifische Info- und Mobiliserungsveranstaltung

fz 2. Stock (Währinger Straße 59/6 ) | 19:00

60 Mal fand jährlich Ende Jänner/Anfang Februar der inzwischen auch über die Grenzen Österreichs bekannte Burschenschafter-Ball als Ball des Wiener Korporationsrings (WKR), einem Dachverband deutschnationaler, national-liberaler und extrem rechter wiener Burschenschaften, Corps und Landsmannschaften statt, seit 1987 sogar in den Festsälen der Hofburg, einem dem repräsentativsten Gebäuden Österreichs. Die Bedeutung dieses Balls ergab sich jedoch nicht nur dadurch, dass deutschnationale Burschenschaften in Österreich wahrlich kein marginalisiertes gesellschaftliches Randphänomen darstellen, sondern vielmehr ein Verbindungsglied zwischen der parteiförmigen extremen Rechten im Parlament in Form der FPÖ (Freiheitliche Partei Österreich) und des organisierten Neonazismus darstellen. Hinzu kam die über einige Jahre andauernde große Präsenz internationaler Größen der extremen Rechten, die deutlich machte, dass die Hofburg zu diesem Anlass auch als Vernetzungsort der europäischen Rechten fungierte. So nahmen in den vergangenen Jahren VertreterInnen von Parteien wie dem Vlaams Belang, Front National, Schweizer Volkspartei oder Pro Köln und Pro NRW an dem Ball teil. Zudem galt der Ball als größtes couleurstudentisches Event im deutschsprachigen Raum, das sich laut Eigenangaben mit 2000-3000 BesucherInnen jährlich rühmte. Trotz bzw. wegen der andauernden Kritik am Ball und seiner Gäste übernahm die Wiener Landesgruppe der FPÖ die Organisation des Balls 2013 und das Event wurde in „Wiener Akademiker-Ball“ umbenannt.

Nach Demonstrationsverboten, nach Platzverweisen und Sperrzonen und nachdem die Proteste 2011 im Rahmen des gegen Massenproteste gerichteten EU-Forschungsprogramms „Godiac“ („Good practice for dialogue and communication as strategic principles for policing political manifestations in Europe”) beobachtet wurden, hätte man eigentlich glauben können, dass die Repression der Polizei nicht mehr zu toppen wäre. Dennoch hat sie 2014 neue Formen angenommen: die gesamte Wiener Innenstadt wurde zur Sperrzone erklärt und in neun Bezirken der Stadt mitten im Winter das Tragen von Hauben und Schals mittels eines Vermummungsverbots untersagt. Ein halbes Jahr saß zudem Josef S. aus Jena in Untersuchungshaft. Ihm wurde auf Basis einer spärlichen Beweislage unter anderem Landfriedensbruch und Rädelsführerschaft im Zuge von Sachbeschädigungen während der Proteste gegen den „Akademikerball“ vorgeworfen. Die Vermutung, dass durch die österreichische Justiz hier ein Exempel gegen das medial und politisch konstruierte Feindbild der (deutschen) „linksextremen Berufsradalierer“ statuiert werden sollte, wurde auch im darauf folgenden Prozess bestätigt.

Im Rahmen einer Präsentation der Neuauflage der Broschüre „Völkische Verbindungen – Beiträge zum deutschnationalen Korporationsunwesen in Österreich“ soll der gesellschaftliche Einfluss von Burschenschaften in Österreich, ihre Geschichte, Brauchtum und psychosoziales Profil nachgezeichnet und die Notwendigkeit, gegen die elitären Männerbünde vorzugehen, aufgezeigt werden. Zudem wird im Vortrag über die bisherigen sowie die geplanten Proteste gegen den „Akademiker-Ball“ 2015 informiert.

Außerdem: Di 27.01. und Mi 28.01.: Transparent/e malen, fz, 2.stock


29.01.2015 - WIEN // Antifa Night II goes Unheizbar.Antirepsolibeisl

EKH | ab 16:00 Uhr

Workshop und Diskussionsprogramm:

16.00 Uhr: Film: Sad but True | A contemporary witnesss report about the struggle for Antifascism and the origin of a positive and political Punk-Subculture in Russia. There will be a introduction to the Antifa-Movement from a russian comrade.

17.00: Workshop: Erste Demo Hilfe | Wie bei allen Demos geht es auch bei der diesjährigen No-WKR Manifestation um die Wiederaneignung der Strasse und des öffentlichen Raumes. Ob es dabei zu Barrikadenbau kommt oder das ganze von Anfang an durch einen Kessel zu verhindern versucht wird: im Zuge der Gewalt des Staates kann immer was passieren. Aufgrund der Wahl der Mitteln und Waffen der Polizei bei der Situation Demonstration und dadurch immer wieder auftretenden Verletzungen wird dieser Workshop ein kleines 1×1 in Erster Hilfe geben.

18:00 Uhr: Buchpräsentation I | Strategie der Spannung. Samizdat, Wien 2015 | In Graz erzählte die Polizei, dass antifaschistische Demonstranten beim Protest gegen eine Veranstaltung von FPÖ-Deutschtümlern Scheiben eingeschlagen hätten. Es stellte sich heraus: eine Lüge. In Wien behauptet die Polizei unter dem Ex(?)-Burschenschafter Pürstl, eine Demonstration des NOWKR-Bündnisses sei gefährlich und das Bündnis betreibe „Dialogverweigerung“, weitere Lügen um Menschen einzuschüchtern. Diese gezielten Desinformations-Kampagnen sind ein Werkzeug im Arsenal des Staates, genauso wie Prügel, Gerichte, Gefängnisse, Agent Provocateures, Folter, Vergewaltigungen, Hinrichtungen etc., und solche Lügen werden bei Bedarf genauso skrupellos eingesetzt wie alle anderen Werkzeuge. In ihrer Reinform kann diese Vorgansweise anhand der 1970er Jahre in Italien studiert werden: Die Strategie der Spannung. Damals verübte die Polizei Bombenanschläge an belebten Plätzen und ermordete willkürlich dutzende Menschen, aus dem alleinigen Grund um anschliessend die Anarchisten dafür verantwortlich zu machen. Das junge Wiener Verlagshaus Samizdat präsentiert seine dritte Publikation.

18:30 Uhr: Buchpräsentation II | Alphons Thun, Geschichte der revolutionären Bewegungen in Russland. Band 1, bahoe books, Wien, 2015 | Die Geschichte der revolutionären Bewegungen in Russland wurde 1883 veröffentlich, beschäftigt sich mit der Zeit von 1863 an und reicht vom Nihilismus über den (auch anarchistischen) Sozialismus bis hin zur Gründung von Geheimgesellschaften mit dem Ziel, Attentate durchzuführen. Trotzdem mittlerweile mehr als 140 Jahre seit der Ersterscheinung vergangen sind, zeigt der Text zahlreiche Parallelen zur kontemporären Bewegung auf. Die Entwicklungen im Russland des 19. Jahrhunderts haben für alle nachfolgenden revolutionären Bewegungen bis zum heutigen Tag massive Relevanz. Wer sich mit Musik beschäftigt, der sollte irgendwann einmal auf Namen wie Chopin oder Tchaikovsky stossen, nicht zwangsläufig, um deren Musik lieben zu lernen, sondern um anzuerkennen und sich anzuschauen, was diese Leute gemacht haben. Wer sich Revolutionär nennt, dem sei ans Herzen gelegt, einmal einen Blick auf das Russland des 19. Jahrhunderts zu werfen.

19:00 Uhr | Vortrag und Diskussion | Antifa | Niš, im Süden Serbiens nicht weit von Mazedonien gelegen, ist eine bekannte Nazi-Hochburg. Um diese Situation zu verändern gründete sich vor einigen Jahren die Anitfa- Niš und bekämpft seither das Problem. Nicht ohne Grund zählen sie zu den besten Antifa-Teams Serbiens. Sie werden von ihrer alltäglichen Arbeit ebenso wie über die aktuelle Situation des organisierten Faschismus in Serbien berichten.

Die Workshops werden auf Englisch und in unserer Sprache gehalten und es werden Übersetzungen angeboten.

Abendgestaltung:
20:00 Uhr | Die Pforten des EKH Beisls und Kellers öffnen ihre Tore. Es erwartet auch die nun jeden Donnerstag stattfindende Unheizbar ebenso wie feines Essen, Infotische, Cocktails, vielleicht noch die eine oder andere Überraschung und dazu eine pünktlich beginnende musikalische Umrahmung.
21:00 Uhr | ZSE | Zerstörtes Staatseigentum aus Klagenfurt, Punk!
22:00 Uhr | Noodweer | Punk/HC aus den Niederlanden.
23:00 Uhr | Municia | Antifa-Crew Bratislava!
24:00 Uhr | Lenkin.Hop | Hip Hop aus Minsk.

Und im Anschluss: Auflegerei.


29.01.2015 - WIEN // Veranstaltungsreihe (autonome antifa w) - Blockade oder Barrikade? – Über Sinn und Unsinn linker Militanz

NIG HS III | 19:00 Uhr

Podiumsdiskussion mit Thomas Ebermann, Katharina König, Jörn Schulz, Thomas Seibert, Jutta Ditfurth und Robert Foltin.

Die Diskussion über linke Militanz scheint innerhalb der Linken geprägt durch zwei sich gegenüberstehende Seiten, die beiderseits überladen und fetischisiert sind. Die eine Seite behauptet sinngemäß „Gäbe es keine Militanz, sei es keine revolutionäre Aktion“ und weist Militanz geradezu als revolutionsträchtigen Spezialfall des Aktivismus aus. Auf der anderen Seite sei Militanz „bloße Gewalt“ und es wird kolportiert, dass „wenn es Gewalt gäbe, wäre das unpolitischer anarchistischer Individualterrorismus.“

Selten stößt man auf Beiträge zur Militanzdebatte, welche versuchen aus diesen beiden polarisierten Standpunkten auszubrechen. Meistens wird gar nicht mehr um das politische Element im Militanzbegriff gestritten. Ließt man das linke Genre der Bekenner_innen-Schreiben, welches stilprägend für Beiträge aus Zeitschriften wie der Interim, radikal oder der Indymedia-Kommentarspalte ist, drängt sich der Verdacht auf, das Politische sei völlig abhanden gekommen oder es muss erst im Nachhinein die Verbindung zu linksradikaler Politik rekonstruiert werden.

Militanz als linksradikale politische Aktionsform ist aber nicht nur eine Frage von taktisch-strategischen Überlegungen und von Kräfteverhältnissen, sondern bedarf vor allem einer kritisch-reflektierten, theoretischen Begründung. Hierbei kann es nicht darum gehen Militanz per se als „richtig“ oder „falsch“ hinzustellen. Ein solches, meist moralisches, Werturteil wäre ja selbst unpolitisch. Vielmehr geht es um die Frage, welche Rolle Militanz als Konzept und linksradikale Aktionsform innerhalb sozialer Bewegungen hat und wie und warum sich das Ganze im staatsidealistischen, bürgerlichen Bewusstsein niederschlägt. Kurzum: es geht um die Frage nach Emanzipation und Subversion, nach „angemessenen“ Aktionsformen und den Maßstab linksradikaler Politik.

Blockade oder Barrikade? – Über Sinn und Unsinn linker Militanz. Diese Frage wollen wir am Vorabend der Proteste gegen den Wiener Akademikerball zur Diskussion stellen.

Facebook: https://www.facebook.com/events/751747171527503/

Audiomitschnitt:


30.01.2015 - WIEN // Aufruf zum Frauen-Lesben-Inter-Trans*-Block auf der NOWKR Demo

Karlsplatz | 17:00 Uhr

SEXISTISCHE MÄNNERBÜNDE ZERSCHLAGEN!
FLIT*- BLOCK(IER)T DEN AKADEMIKERBALL AM 30.1.2015!

„Bist Du normal geblieben, sind Political Correctness und Genderwahn spurlos an Dir vorbeigezogen?“(1)
Dann bist du Mitglied der Burschenschaft Olympia, welche vom Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes (http://www.doew.at/) als rechtsextrem eingestuft wird. Außerdem bist du ein Sexist!

Der Weltanschauung von Burschenschaften zufolge soll eine biologistisch argumentierte binäre Unterteilung der Geschlechter die natürliche Ordnung der Gesellschaft gewährleisten. Dieser Argumentationslinie folgend werden Frauen* per se ausgeschlossen – außer wenn sie als „Couleurdamen“, als schmucke Ballbegleitung der Männer*, fungieren oder deren traditionsreiche Veranstaltungen organisieren und planen. Generell werden sie allerdings so gut wie immer abgewertet. Viel zu groß ist der Drang auf der Bude „unter sich“ zu sein – einem Ort, an dem sogenannte „Altherrenwitze“ und das dem starren Männlichkeitskonstrukt folgendem Mensurfechten gang und gäbe sind. Männer*(2), so heißt es, haben demnach Disziplin, Rationalität, Mut und Stärke auszustrahlen. Frauen* wiederum können ihrer eigenen Emotionalität und den weiblichen fürsorglichen Empfindungen nicht „Herr werden“ und werden in eine passive Rolle gedrängt. Reaktionäre Geschlechterrollen, die auch in der „Mitte der bürgerlichen Gesellschaft“ stets Anerkennung finden, werden somit aufrecht erhalten und reproduziert. Dies findet auch seinen Ausdruck in der Intoleranz gegenüber Homosexualität, Intersex*- und Trans*personen und der Ablehnung und Abwertung aller Lebensstile und Geschlechtervorstellungen, die nicht ihrer konservativen, binären, heteronormativen Ideologie entsprechen. So wird auch Gendermainstreaming (politisches Instrument zur beruflichen und gesellschaftlichen Gleichstellung der Geschlechter), z.B. von Barbara Rosenkranz (FPÖ, Mitglied der sudetendeutschen Damengilde Edda) als eine Forcierung der Kinderlosigkeit, des Werteverfalls und einer beängstigenden Bedrohung für die abendländische Kultur angesehen und eine marxistisch-feministische Verschwörung befürchtet.(3)

Frauen*verbindungen- alles andere als progressiv

Viele Burschenschafter entgegnen dem Sexismusvorwurf gerne, dass es doch auch (nichtschlagende) Mädel- und Frauenschaften sowie Damenverbindungen gäbe. Diese stehen allerdings nicht für weibliche Selbstbestimmung, Emanzipation und progressives Denken. So fungiert der Terminus der „Dame“, genauso wie der des „Herren“, als elitäre Abgrenzung gegenüber den als gesellschaftlich untergeordneten angesehenen Schichten und bestärkt auch die binäre Verteilung der Geschlechter im Sinne der Verbindungen. Sexismen können auch von Frauen* verinnerlicht werden, was sich darin äußert, dass sie sich selbst dem chauvinistischen Frauenbild ihrer männlichen Kollegen unterordnen. Sie distanzieren sich explizit vom Feminismus, den sie ablehnen, und reproduzieren aktiv frauenfeindliche Geschlechterrollen. Auch ihnen sind selbstverständlich Antisemitismus, völkisch-nationalistisches Gedankengut, Rassismus, Homo- und Transphobie sowie Sexismus kein Fremdwort.
Um diesen Ausschlüssen und Diskriminierungen entgegenzuwirken, wird sich am 30.1. um 17:00 am Karlsplatz ein FLIT*-Block formieren!

DESHALB: GEGEN DEN SEXISTISCHEN NORMALZUSTAND!
SMASH PATRIARCHY, SEXISM, TRANS-, INTER- AND HOMOPHOBIA!
KREATIVE TRANSPIS SIND HERZLICH WILLKOMMEN!
30.1.2015 – KARLSPLATZ – 17:00! FLIT*-BLOCK!

(1) http://olympia.burschenschaft.at/, 22.01.2015
(2) Das Sternchen dient dem Zweck, Personen sprachlich sichtbar zu machen, die sich männlich* oder weiblich* fühlen – egal, ob dies ihrem biologischen Geschlecht entspricht oder nicht.
(3) Juditz Götz: „Natürliche Geschlechterordnung“. Geschlechtsblinde Schwachstellen der (österreichischen) Rechtsextremismustheorie, in: Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (Hg.): Wissenschaft von Rechts. Rechte Ideologie, Theorie und Netzwerke an Hochschulen, S. 9 – 12, S. 10.


30.01.2015 - WIEN // Den Wiener Akademikerball unmöglich machen!

Karlsplatz | 17:00 Uhr

Aufruf | Anreise | International Call

AB 18:30: DEN WIENER AKADEMIKERBALL UNMÖGLICH MACHEN

Unsere Demonstration ist nach wie vor behördlich untersagt. Damit fällt ein zentraler Anlaufpunkt und Ausdruck antifaschistischen Protests weg. Unsere Beschwerde gegen die Untersagung ist anhängig. Ein Blick auf die Karte zeigt, dass die angemeldeten Kundgebungen der anderen Bündnisse die Hofburg dichtmachen. Einzig das Burgtor am Heldenplatz ist noch offen, es ist also in diesem Jahr zum ersten Mal realistischen den Ball und damit das Vernetzungstreffen der extremen Rechten unmöglich zu machen. Das Burgtor scheint die geplante zentrale Anreiseroute für die Menschenfeinde zu sein. Dies ist auch der tatsächliche Grund warum unsere Demonstration verboten wurde. Die fadenscheinigen Verbotsbegründungen der Polizei sind vorgeschoben um die ungestörte Anreise der extrem Rechten sicherzustellen. Einen Gewaltaufruf, wie ihn Herr Pürstl von der Polizei gefunden haben möchte, gibt es von uns nicht. Wir rufen weiterhin dazu auf den Ball unmöglich zu machen, das ist legitim.

Darum erscheint es uns sinnvoll, ab 18:30 in der Gegend rund um das Burgtor unterwegs und aktiv zu sein.

Wir rufen zu keiner Versammlung auf, da weitere Verbote drohen. Lasst euch nicht einschüchtern und nehmt an den vielfältigen Aktionen gegen den Akademikerball teil. Machen wir den Ball in diesem Jahr gemeinsam unmöglich. Für ein Ende der Gewalt. Für eine Gesellschaft in der der Mensch kein erniedrigtes, geknechtetes, verlassenes Wesen ist.

ALERTA ANTIFASCISTA!

Hier ist die Aktionskarte für Freitag Abend:


 

RECHTSHILFENUMMER: +43 681 84584594

INFOTELEFON: +43 676 7181635

TWITTER-TICKER: @againstWKR15

RAW-Ticker: ticker.raw.at

AKTIONSKARTE


 

RECHTSHILFE UND DEMO TIPPS

Es ist nie früh genug ist sich mit der Prävention von möglicher staatlicher Repression auseinanderzusetzen und über Rechtshilfetipps zu informieren! Deshalb hier die ausführlichen Infos des Rechtsinfokollektivs (Riko) bezüglich der Teilnahme an Demonstationen, die sich jede*r einmal zu Gemüte geführt haben sollte: http://at.rechtsinfokollektiv.org/rechtsinfo/demo-teilnahme/


30.01.2015 - WIEN // Kundgebung gegen die Kriminalisierung von Antifaschismus

Polizeianhaltezentrum Rossauer Lände, Oskar-Morgenstern-Platz | ab 20:00 Uhr

Am 30. Jänner ist es wieder soweit! Die rechtsextremen Burschenschaften, die FPÖ und andere Gestalten aus dem braunen Sumpf werden ihr Tanzbein in der Hofburg schwingen. An diesem Abend jährt sich aber auch die Verhaftung von Josef und mehreren anderen Genoss_innen, die Erstattung von 691 polizeilichen Anzeigen sowie darauffolgende Gerichtsverfahren und massive Repressionsschläge gegen Antifaschist_innen, die sich gegen den WKR-Ball gestellt haben. Dieser Einsatz der Staatsgewalt ist jedoch keine Ausnahme, sondern vielmehr ein notwendiges Übel, um den kapitalistischen Normalzustand durchzusetzen und aufrechtzuerhalten. All das ist Teil des Systems, in dem wir leben müssen und das es entschlossen zu bekämpfen gilt!
Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass auch dieses Jahr wieder mit massiver Willkür und Gewalt seitens der Exekutive zu rechnen ist – deshalb rufen wir dazu auf, im Anschluss an die Demonstrationen und Blockaden gegen den WKR-Ball zum PAZ Rossauer Lände zu kommen. Lassen wir diejenigen, die dieses Jahr von Repression betroffen sein werden, nicht alleine!
Falls ihr selbst oder Genoss_innen von euch mit Anzeigen oder Festnahmen konfrontiert sein solltet: Auf der Kundgebung wird es Tee, Essen und weiterführende Infos geben!
Getroffen hat es einige, gemeint sind wir alle!
Alerta Antifascista!


31.01.2015 - WIEN // BERMUDA TRIANGLE FEST

EKH, Wielandgasse 2-4 | 19:30 Uhr

„Punk, you know, that’s not about those bands, it’s not about those records, the image… it’s about us visiting each other!“ (Strapaty)

Three biggest towns in the region. But the communication mysteriously seems to be failing. At least when it comes to DIY hc/punk. Three shows, each time per three bands from the remaining two towns. Fucking arithmetics. Beneficial for the Czech Anarchist Black Cross (www.anarchistblackcross.cz). Pack your sleeping bag and visit your neighbours!

– screening of „161>88“ – documentary about Antifascist Action in Czech

Show start: 21.30
*MACGYVER (Brno), BETON (Bratislava), BRÜNNER TODESMARSCH (Brno), ADACTA (Bratislava), KULLERVO (Brno), LUTRA (Bratislava)*

Afterparty: DJ paAos (punk rock + 50’s-90’s trash)*_

http://anarchistblackcross.cz/?p=1797


02.02.2015 - WIEN // PEGIDA WIEN STOPPEN - Gegen jede rassistische Mobilmachung!

Europaplatz | 17:30 Uhr

❝Die montäglichen Spaziergänge von „Pegida“ in Dresden, welche seit Ende Oktober jede Woche mehrere tausend Menschen auf die Straße ziehen, haben sich in Deutschland bereits zu einem innenpolitischen Top-Thema gemausert. Dass es den „Patriotischen Europäern“ dabei keineswegs um eine berechtigte Kritik am Islamismus als reaktionäre und menschenverachtende Ideologie geht, sondern bei den Protesten vielmehr eine Sehnsucht nach Autorität und Orientierung, sowie der Rassismus der deutschen Mitte ausgedrückt werden, ist offensichtlich. Während sich in Deutschland die AfD und CSU noch darüber streiten wer sich als parlamentarische Vertretung für die „besorgten Bürger“ besser eignet, ist in Österreich die Lage eindeutiger. Die FPÖ hat von Anfang an die Konzepte der „Pegida“ verteidigt und sich mit der Bewegung solidarisiert. Dass HC Strache in Bezug auf „Pegida“ von einer „seriösen Bürgerrechtsbewegung“ spricht und offen die Unterstützung der FPÖ anbietet, sollten sich die Proteste hierzulande etablieren, unterstreicht die Notwendigkeit antifaschistischen Engagements gegenüber jeglichen Ablegern dieser Bewegung in Österreich und überall. Wir werden den Versuch von „Pegida Wien“, ihre Kundgebungen in Ruhe abzuhalten, nicht kommentarlos hinnehmen!

Am 2. Februar auf die Straße und dem rassistischen Mob keinen Meter lassen!❞

https://www.facebook.com/events/394012274057174/


03.02.2015 - WIEN // AntifaCafé - Updates und Vorbereitung für Gegenaktionen zum „Tag der Ehre 2015“ in Budapest

Das Bäckerei (Tannengasse 1) | 19:00 Uhr

Jedes Jahr dieselbe Scheiße – Heuer am 7. (und dann nochmal am 14.) Februar treffen sich in Budapest (Neo-)Nazis aus aller Welt für den sogenannten „Tag der Ehre“. Diese Nazi-Gedenkfeier soll an einen versuchten Ausbruch von ungarischen Nazitruppen aus der Belagerung der Roten Armee am 11. Februar 1945 gedenken, und ist mittlerweile zu einem der größten Naziaufmärsche Europas geworden. Offen faschistische und völkisch-nationalistische, aber auch bürgerliche Gruppen, Parteien und Einzelpersonen treffen sich hierfür jedes Jahr in Budapest. In den vergangenen Jahren kam es auch zu Sportveranstaltungen bei denen Neonazis in den umliegenden Wäldern, zum Teil in den Nazi-Uniformen des Zweiten Weltkriegs, den Ausbruch von 1945 nachstellten. Dabei soll die sportliche Leistung, das Durchhaltevermögen, Männlichkeit und nationaler Stolz der Teilnehmenden,sowie die Verbundenheit mit den „ehrenwerten Verteidigern“ ausgedrückt werden.

Der „Tag der Ehre“ und die darum passierenden Aktionen sind wichtige Bestandteile des Aufrechterhaltens eines nationalen Opfermythos in Ungarn. Er ist jedoch kein isoliertes Event, sondern Ausdruck von allgemeinen gesellschaftlichen Bedingungen. Völkischer Nationalismus verbunden mit Rassismus, Antisemitismus und Antiziganismus sind zu einem festen Bestandteil des politischen Alltags und der offiziellen Politik in Ungarn geworden.

Schluss mit dem Nazigedenken! Solidarisiert euch mit den Antifaschist_innen vor Ort und beteiligt euch am 07. und 14. Februar an den Protesten gegen den „Tag der Ehre“.

In diesem Antifacafé wird es konkrete Informationen über die Vorbereitungen und den aktuellen Stand der Dinge bzgl. dem „Tag der Ehre“ und vor allem den Gegenaktionen geben. Anschließend wird es ausreichend Zeit geben, über die Unterstützung der Antifaschist_innen in Budapest zu sprechen, und diese zu organisieren.

Mehr Infos: https://www.facebook.com/antifainfo.budapesthun?fref=ts

https://www.facebook.com/events/1514669295461420/


04.02.2015 - WIEN // Antirepression nach der Demo

Akademie der Bildenden Künste (Schillerplatz 3, Sitzungssaal (EG)) | 19:00 Uhr

Nachbereitungstreffen für (potentiell) Repressionsbetroffene, gemeinsam Strategien im Umgang mit Repression finden, Vernetzung mit anderen Betroffenen und möglichen Zeug_innen, erste juristische Infos.

http://at.rechtsinfokollektiv.org/rechtsinfoabendnachbereitungstreffen-19-14-2/